Abi – was dann?

30 000 bayerische Abiturienten und ich werden nach den Prüfungen vor einer der wichtigsten Entscheidungen unseres Lebens stehen. Studieren oder Ausbildung? Freiwilliges Soziales Jahr oder einfach nur mal rumhängen?

Wenn ich mich in meinem Freundeskreis umhöre, stelle ich mit Erschrecken fest, dass die Wenigsten eine genaue Vorstellung von der Zeit nach der Schule haben. Doch was machen dann die, die keine Ahnung von ihrer Zukunft haben? Sie werden Lehrer oder studieren BWL. Oder machen das was der werte Papa, respektive die Mama macht.

Und was macht die Schule? Nicht viel. Natürlich, es gehört nicht zu ihren Aufgaben für jeden Schüler das Traumstudium zu finden. Doch es sollten grundlegende Informationen gegeben werden: Wo kann man sich informieren? Gibt es Bewerbungsfristen?

Meine Schule rühmt sich damit, seit einigen Jahren ihre Schüler besonders gut auf die „Zeit danach“ vorzubereiten. Es gibt RAP (Rhetorik – Assessment – Präsentation), ein Wahlkurs in dem Bewerbungsgespräche geübt und konkrete Tipps für Referate und Präsentationen gegeben werden. In der Kollegstufe gibt es Vorträge und Ausflüge.

Doch kaum einer, mich eingeschlossen, nimmt das wirklich ernst. Zwei Stunden Vortrag – schön, kein Unterricht.

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