Sotschi: Ein Komplott gegen mich?

Ich liebe Olympia. Seit meiner frühesten Kindheit sitze ich gebannt mit meinem Vater bzw. Opa vor dem Fernseher und fiebere bei Wettkämpfen mit – egal ob Leichtathletik, Tontaubenschießen oder Curling. Die Spannung wer der Beste sei, die Rivalität auf dem Medaillenspiegel und die Höchstleistungen faszinierten mich.

Altlanta 1996 waren die ersten Sommerspiele, die ich bewusst wahrnahm. Doch auch über Barcelona 1992, München 1972 und Montreal 1976 wusste ich Bescheid, weil mein Papa – ebenfalls olympiafanatisch – die dazugehörigen Bücher kaufte – Olympia wirkte so noch lange über die Wettkampfzeit hinaus. Ich war die Familienexpertin in Sportfragen und nebenbei begann meine politische Bildung. Denn ich wurde im frühen Alter auf den Kalten Krieg aufmerksam: Deutschland trat mit zwei Mannschaften an – als einziges Land. Diesen Betrug hatte mir mein Papa schleunigst zu erklären.

In den letzten Tagen wuchs in mir die Hoffnung tatsächlich einmal live bei olympischen Spielen dabei zu sein und in Salzburg mit Biathleten, Skispringern und Curlingspielern mitzufiebern. Und jetzt wird sich der Sportzirkus 2014 nicht in die schönen Alpen sondern ans schwarze Meer nach Sotschi begeben. Ist das etwa ein Komplott gegen mich?

Vernünftigere Gründe den Austragungsort kritisch zu betrachten bietet wirbelwebber.

Weitere Infos gibt’s auch bei krusenstern.

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