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Katharina Brunner

Bloggin' since 2007

Auf geht’s, Horst

Heute nach Nachmittag wählt die Bundesversammlung. Schön wäre es, wenn Horst Köhler schon im ersten Anlauf gewinnen würde, schließlich hätten alle was davon: Wer will, kann dann noch den Sonnenschein genießen oder beim Bundesligafinale mitfiebern.

Warum Köhler? Er war Staatsminister Staatssekretär im Finnzministerium, später dann Chef des Internationalen Währungsfonds. Es gibt wohl keinen anderen deutschen Politiker, der sich ähnlich gut in auf den internationalen Finanzmärkten auskennt und mit allen wichtigen Entscheidern auf beiden Seiten, sowohl der staatlichen als auch der wirtschaftlichen, persönlich bekannt ist. In diesen turbulenten Zeit kann Deutschland froh sein, einen Bundespräsidenten mit so viel Sachverstand zu haben.

Eine Wahl von Gesine Schwan wäre außerdem das endgültige Ende der Großen Koalition. Eine gemeinsames Regieren wäre kaum mehr möglich. Die Bundes-SPD hätte mit der LINKEN zusammengearbeitet. Der Wahlkampf wäre nicht mehr aufzuhalten. Das hieße vielleicht ein halbes Jahr ohne richtige Regierung, denn nach der Wahl folgt erst die langwierige Koalitionsverhandlungen. Wichtige Entscheidungen können so natürlich nicht vernünftig gefällt werden. Diese Zeit wird in ein paar Monaten sowieso auf uns zukommen. Wenn Horst Köhler Bundespräsident bleibt, wird sie zumindest noch ein bisschen hinausgezögert.

Comments

Martin sagt:

In diesen turbulenten Zeit kann Deutschland froh sein, einen Bundespräsidenten mit so viel Sachverstand zu haben.

*hüstel*
genau die Leute mit dem vielen „Sachverstand“ haben uns das Schlamassel eingebrockt. Mal sehen was passiert, wenn das die große Masse verstanden hat. Aber warten wir mal die Bundestagswahl ab. Das große Erwachen kommt wohl erst danach.

Hallo 🙂

Also ich fasse den Beitrag als super Satire auf.

Immerhin. Kein Mensch der sich ernsthaft mit Ökonomie befasst kann davon ausgehen das Herr Köhler diese jemals verstanden hat. Da ist er ja auch nicht ganz so allein, wenn wir uns mal ernsthaft umsehen 😉

Gruß

romanmoeller sagt:

„Eine Wahl von Gesine Schwan wäre außerdem das endgültige Ende der Großen Koalition. Eine gemeinsames Regieren wäre kaum mehr möglich. Die Bundes-SPD hätte mit der LINKEN zusammengearbeitet. Der Wahlkampf wäre nicht mehr aufzuhalten.“

Es wäre faktisch keine Zusammenarbeit mit den Linken, aber es ist eben utopisch zu glauben, das die „bürgerliche Mitte“ das nicht nutzen würde. Aber ich stimme auch Gesine Schwan zu, die in einem Interview gesagt hat, das es egal ist, weil die CDU ohnehin die Rote-Socken-Kampagne wieder aus der Schublade holen wird.

@Martin: Was hat Horst Köhler denn konkret zur Finanzkrise beigetragen??

Martin sagt:

@Martin: Was hat Horst Köhler denn konkret zur Finanzkrise beigetragen??

Als IWF Chef hat er maßgeblich die neoliberale Globalisierung vorangetrieben, die vorwiegend Geld in die Rachen von Großinvestoren in den verschiedensten Ländern gespült hat. Die ursprüngliche Aufgabe des IWF, die Verhinderung von Finanzkrisen, wurde wohl eher nicht erreicht, oder? Wenn Dich Köhlers Rolle mehr interessiert, dann guck mal hier. Ein Gutes mag sein Wirken damals ja gehabt haben: Die Argentinier wissen jetzt wenigstens, wie man sich in einer Krise am Besten über die Runden bringt.

Henning sagt:

Staatssekretär war Köhler, nicht Staatsminister. Die gibt’s im Finanzministerium gar nicht. Nur im Außenministerium und Kanzleramt, soweit ich weiß.

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