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Katharina Brunner

Bloggin' since 2007

Josef Hader an der Uni Regensburg

Im Vorraum vom Audimax war es schon verdächtig voll. Auch wenn im Zentrum der Uni Regensburg seit Mitte November mehr los ist, seitdem Studenten den Hörsaal H2 besetzt halten und es mit den ganzen Plakten und der Protestlounge wesentlich freundlicher und lebendiger aussieht im Betonbunker, war einer Schlange von 15 Studenten vor der Cafebar schon erstaunlich viel. Am Eingang zum H2 staute es sich. Nachdem ich an der Tür meine Schulbuserfahrung einsetzte, musste ich drinnen feststellen, dass nicht mehr ging. Links, wo eigentlich an der Treppe runter zu den Bänken geht, standen bis zur obersten Stufe Studenten Schulter an Schulter. Sitzen konnte ich also schon mal vergessen. Und einen Blick zu Bühne auch, wie ich feststellen musste, nachdem ich zur rechten Treppe durchgekämpft hatte. Zwischen mir und der Bühne stand eine drei Meter hohe Betonmauer, hinter der er ein schmaler Gang lag. In dem stand ich. Es gab sogar eine Leinwand, habe ich aufgeschnappt, als einer  später erzählte, er habe sich am Beamer seine Arschbacke verbrannt. Der Beamer stand auf der Mauer, auf die so viele gekrackselt sind, dass auch da oben kein Platz mehr freigewesen war. Wie konnte ich nur auf die Idee kommen, bei einem kostenlosen Auftritt von Josef Hader an der Uni Regensburg noch einen Platz zu bekommen, wenn ich gerade noch rechtzeitig zum Beginnn um halb vier ankomme?

Denn Hader ist toll. Er verbindet Kabarett mit Theater und erzählt derb, aber treffend von seiner Scheidung, Vorurteilen oder von der Hölle mit Reinhold Messner.

Die Besetzer haben nach fast einem Monat wieder auf sich aufmerksam gemacht. Diesmal nicht mit Bildungspolitik und Forderungen, sondern in erster Linie bei den Studenten in Regensburg.

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