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Katharina Brunner

Bloggin' since 2007

Lesenswertes: Öl und die chinesische Psyche

Entwarnung? – 86 Tage lang versuchten BP nach der Ölkatastrophe das Bohrloch am Meeresboden zu verschließen. 86 Tage lang an denen jeden Tag Millionen Tonnen Öl ins Meer flossen. Im August hieß es dann von Seiten BP’s: Mission accomplished! Die Strände in Florida sind jetzt wieder frei gegeben und man sieht kein Öl. Warum? Jeden Morgen wird frischer Sand aufgeschüttet und das Bauen von Sandburgen ist jetzt illegal, denn man stößt so auf Öl. Michaela Haas fuhr für das SZ-Magazin an die Küste in Florida und berichtet von Anwohnern, die von eingesetztem Gift krank werden, Fischsterben und mehr Schein als Sein.

Das Leben von psychisch Kranken in China – Die New York Times schreibt in einer über einer Seiten langen Reportage über Schätzungen, denen zufolge über 170 Millionen Chinesen an psychischen Krankheiten leiden. Doch behandelt wird nur ein Bruchteil von ihnen. Das führt soweit, dass es immer wieder Fälle von Schizophrenen gibt, die Morde begehen, wie der Fall von Yang Jiaqin, der mit einer Axt auf drei Schulkinder losging, einen Jungen dabei tötete, und später zwei weitere Menschen.

“China hat kein nationales Gesetz für psychisch Kranke, nur kleinen Versicherungsschutz für psychische Erkankungen, so gut wie keine Behandlungsmöglichkeiten in ländlichen Gegenden und zu wenige stationäre Behandlungsmöglichkeiten.”

2007 wurde ein Mann entdeckt, den seine Familie 28 Jahre lang in einen fensterlosen Raum hinter eine Stahltüre geschlossen hat. 339 Fälle dieser Art wurden in den letzten drei Jahren entdeckt. Außerdem gibt es viel zu wenig Fachpersonal: “ Professionelle Psychologen sind in China wie Pandas. Es gibt nur ein paar tausend von uns”, sagt einer von ihnen von der South Central University. Das Büro für psychische Krankheiten im Gesundheitsministerium besteht aus genau drei Mitarbeitern.

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