FAZ-Feuilleton schießt aus der Hüfte gegen die VWL

Langsam könnte ich meinen Blog umbenennen: „VWL-Bashing“-Blog oder „Mein Studium ist scheisse“ oder „Hass-Liebe VWL“. Aber ich bin damit nicht alleine. Immer wieder treffe ich auf Gleichgesinnte, und zwar an den überraschendsten Stellen. Zum Beispiel in der FAZ. Dort echauffiert sich eine Autorin über die Generation der Vielleichtsager, die sich für nichts entscheiden können. Besonders überzeugend legt sie das nicht dar, wie auf jetzt.de in einer Gegenrede gezeigt wird. Über weite Teile des FAZ-Textes läuft die Kritik an den Vielleicht-dies-vielleicht-das-Menschen parallel mit einer Kritik der Geisteswissenschaften, um das ganz zum Schluss aus dem Hinterhalt und aus der Hüfte gegen die Volkswirtschaftslehre zu schiessen. Es geht um eine junge Frau, der in der Abschlussprüfung an der Uni vorgeworfen wird, sie würde ihre Meinung nicht klar genug zuspitzen, zu sehr abwägen:

„In der Abschlussprüfung in Volkswirtschaftslehre sah sich die junge Frau jedenfalls nicht mit dem Zuspitzungsproblem konfrontiert. Es fehlte der Anlass, irgendetwas kritisch hinterfragen zu müssen. Das hatten die Dozenten ja während des ganzen Studiums nicht von ihr verlangt. Es gibt durchaus Disziplinen, die noch Wahrheit kennen. Aber vielleicht ist genau das ihr Problem.“

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