Netzökonomie: Pick and Choose

Würde die New York Times alles Abonenten ein iPad kaufen, käme das die Zeitung günstiger als der Druck und die Verteilung an die Leser – selbst, wenn die Leser jedes Jahr ein neues iPad bekommen. Mit dieser Annekdote startet der Ökonom Josuah Gans in seinen Vortrag mit der Überschrift „Will the Internet Kill the News Media?“

Gans hat zusammen mit zwei Kollegen ein Modell entwickelt, in dem er den Zusammenhang zwischen Lesern, Zeitungen (zweiseitige Plattformen) und Werbekunden aufzeigt. Was an dem Modell zentral ist, ist die Tatsache, dass in Betracht gezogen wird, dass ein Leser nicht nur bei einer Onlineausgabe liest, sondern je nach Gusto zwischen verschiedenen Angeboten wechselt: „Pick and Choose“ ist die Devise – und die Werbenden müssen auch auf mehreren Plattformen präsent sein.

Die These: Wenn es Leser gibt, die zwischen Angeboten wechseln, die sogenannten Switcher, dann sinken die Werbeeinnahmen. Und Blogs lassen die Preise wieder steigen (1:08 Stunde).

Um diese Erkenntnis ist das Modell gebaut worden, das Gans ab Minute 28 erklärt, davor kommt nur obige Annekdote und Statistiken dazu, dass Werbeeinnahmen zurückgegangen sind.

Das dazugehörige Paper: The Impact of the Internet on Advertising Markets for News Media 

Mehr zu zweiseitigen Plattformen gibt bei Neunetz: Zweiseitige Märkte: Die Grundlagen

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