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Katharina Brunner

Bloggin' since 2007

WordPress-Zugriffszahlen analysieren: Bye-Bye Google Analytics! Hi Piwik!

Piwik ist eine Alternative zu Google Analytics

Wer auf Datenschutz Wert legt, für den ist Google Analytics nicht ideal, um die Zugriffszahlen eines Blogs zu analysieren. Die Alternative dazu heißt Piwik mit einem großen Vorteil: Die Open-Source-Software wird auf deinem eigenen Webserver installiert. Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein schreibt in seiner Analyse von Piwik:

„Der Hauptvorteil von Piwik besteht darin, dass eine Web-Analyse-Lösung unter der vollständigen Kontrolle und Steuerung der verantwortlichen Stelle umgesetzt werden kann und die Daten allein bei dem Piwik-Verwender verbleiben. Eine Weitergabe von Nutzerdaten an Dritte mit den entsprechenden datenschutzrechtlichen Folgeproblematiken (Übermittlung oder Auftragsdatenverarbeitung) erfolgt nicht.“

Anleitung zur Installation von Piwik

Wie WordPress wird Piwik auf dem eigenen Server installiert. In Anlehnung an WordPress verweist auch Piwik auf seine „Fünf-Minuten-Installation“ – und in der Tat: Wer WordPress kann, für den ist Piwik auch kein Problem. Hier eine Anleitung in vier Schritten:

1. Schritt: Piwik via FTP auf den Server kopieren

Die Dateien auf der Piwik-Seite herunterladen und auf den eigene Server kopieren. Idealerweise in einen Unterordner der WordPress-Installation.

2. Schritt: Der Anleitung folgen

Sind die Piwik-Dateien auf dem Server muss die URL aufgerufen werden und einer Anleitung gefolgt werden. Da Piwik – wie auch WordPress – auf MySQL zurückgreift, solltest du die Zugangsdaten zu deiner Datenbank parat haben.

3. Schritt: WordPress-Plugin installieren

Nach erfolgreicher Installation ist Piwik als Web-App zu erreichen, bequemer ist natürlich der Zugriff über das WordPress-Backend. Das schaffst du mit dem „WP Piwik“-Plugin.

4. Schritt:

Standardmäßig entspricht auch Piwik nicht deutschen Datenschutzanforderungen. Deshalb musst du an zwei Stellen Anpassungen vornehmen:

  • IP-Adressen anonymisieren in der Piwik-Web-App unter Einstellungen –> Privatssphäre –> Anonymisiere die IP-Adresse von Besuchern –> „Ja“ auswählen
  • Datenschutzhinweis im Impressum inkl. Opt-Out-Funktion hinzufügen. Der Rechtsanwalt Thomas Schwenke bietet dafür auf seiner Webseite einen Text an:

    „Diese Website benutzt Piwik, eine Open-Source-Software zur statistischen Auswertung der Besucherzugriffe. Piwik verwendet sog. “Cookies”, Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen. Die durch den Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung dieses Internetangebotes werden auf dem Server des Anbieters in Deutschland gespeichert. Die IP-Adresse wird sofort nach der Verarbeitung und vor deren Speicherung anonymisiert. Sie können die Installation der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser-Software verhindern; wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Website vollumfänglich nutzen können. [IFRAME mit Opt-Out Cookie entsprechend obiger Anleitung einsetzen]“

    Deinen Iframe-Code findest du in deinen Privatssphäre-Einstellungen ganz unten.

Fertig!

Weitere Informationen:

Comments

Jonathan sagt:

Piwik nutze ich auch seit geraumer Zeit und bei allem Projekten wo ich quasi der Einzige bin, der auf Statistisken zugreifen muss. Letztens habe ich es auch noch von meinem Uraltserver weg-migriert und seitdem läuft bei mir auch Version 2.x. Die App ist auch ganz schick.

Google Analytics verwende ich überall wo andere Menschen auch mit reinschauen müssen, weil es das Referenzwerkzeug ist, das alle kennen.

Matt sagt:

Sehr gutes HowTo!
Ich bin Neuling in WordPress, habe vorher aber mit Joomla Erfahrungen gehabt und bin echt begeistert, was man alles machen kann.

Auch das Theme hier gefällt mir sehr. Ansprechend!

Grüße
Matt

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