Lesenswertes: China, EU, Open Data

Why do young rural women in China become mistresses?

Über die Motive, Herkunft und Folgen für die Frauen. Sich eine Freundin zu halten ist ein Zeichen von Macht:

Keeping a woman is common among powerful Chinese men. A study by the Crisis Management Centre at Renmin University in Beijing, published this January, showed that 95 per cent of corrupt officials had illicit affairs, usually paid for, and 60 per cent of them had kept a mistress.

Was hat diese Frau mit dem Brexit zu tun? – Zeit

Die Frau aus der Überschrift ist ein syrischer Flüchtling mit Kind im Arm. Bernd Ulrich versucht sich in der Zeit daran, sie mit der schlechten Situation der EU in Verbindung zu bringen.

„Und doch, es gibt sie noch, die Außenwelt, die Wirklichkeit, und in der geht etwas vor, das die sogenannte Krise der EU erklärt: Die Mauer zwischen Erster und Dritter Welt ist dabei zu fallen. Die Globalisierung ist an ihrem dialektischen Punkt angekommen, sie geht nicht mehr nur in eine Richtung, von Norden nach Süden, sie kommt jetzt auch zurück: in Gestalt von wirtschaftlicher Konkurrenz wie auch in der von Flüchtlingen und von Terrorismus.

Zugleich hat dieselbe Globalisierung die realen und erst recht die gefühlten Unterschiede zwischen Arm und Reich in den westlichen Ländern zuweilen bis ins Obszöne hinein vergrößert. Zwei Gerechtigkeitsfragen kommen jetzt zusammen, nein, sie prallen brutal aufeinander.
(…)

Liberale Internationalisten gegen autoritäre Nationalisten, so ließe sich die aktuelle globale Alternative umreißen.

Die Macht dieser neuen politischen Polarisierung ist so groß, dass sie in den meisten westlichen Staaten gerade in hohem Tempo das bisherige Parteiensystem zerschmettert. Die konservativen Parteien spalten sich, die sozialdemokratischen zerbröseln, die Ränder bedrängen die Mitte.

Eine globale Revolution findet also statt, die Überwindung der letzten großen Grenze, der letzten Mega-Ungerechtigkeit – oder aber eine globale Konterrevolution, der Versuch also, dies mit immensen aggressiven Energien zu verhindern.“

 

The Power of Open Data

Open Data und Transparanz müssen nichts miteinander zu tun haben, argumentiert Nicolas Kayser-Bril. Es war ein Fehler der Open-Data-Bewegung, diese beiden Dinge so eng miteinander in Verbindung zu bringen.

Denn: Wenn staatliche Institutionen selbst aussuchen, welche Datensätze sie ins Internet stellen, muss das nicht unbedingt die Transparenz erhöhen. Auch wenn mit den Standorten von öffentlichen Toiletten in maschinenlesbarer Form Projekte umgesetzt werden können – der große Wurf, Entscheidungen des Staates zu überprüfen, ist das sicherlich nicht.

„Infrastructure data is needed, and it should be free. However, it does not imply in the least that the government providing it commits to transparency. The two issues – infrastructure data and transparency – must be addressed independently. If not, open data offers governments a handy excuse to cramp down on existing transparency laws.“

 

 

 

 

Eine kleine Leseliste zur Kulturrevolution in China



Die Kulturrevolution in China wird 50: 1966 ging es los mit Chao und Gewalt. 1981 bezeichnete die chinesische Regierung die zehn Jahre als Disaster. Inzwischen folgte Maos Herrschaft offiziellen Verlautbarungen zufolge fast dem Pareto-Prinzip: 70 Prozent waren gut, 30 Prozent nicht ganz so sehr.

Ein paar Links:

Das Erbe von Maos Kulturrevolution zerfrisst China immer noch – SZ

Kai Strittmatter beschreibt die Gewalt der Kulturrevolution als das zentrale Element, um das heutige China zu verstehen. Denn wie die menschengeschaffene Hungersnot in den 50ern und die Aufstände vom Tian’anmen-Platz Ende der 80er lautet die Vorgabe der KP: Vergessen – und wenn das nicht geht zumindest verschweigen.

„Die Jugend horchte, jubelte, verfiel in Raserei. Die Kulturrevolution wurde auch von den Studenten in Europa bejubelt, auf den Straßen von Paris und Berlin. Keiner wollte sehen, was wirklich geschah: Mao gab China dem Irrsinn preis. Schülerinnen schlugen ihre Direktorinnen tot, Studenten ersäuften ihre Professoren, Ehemänner schickten ihre Frauen ins Arbeitslager und Söhne ihre Mütter aufs Schafott.“

(Um die lange Version des Textes zu lesen, braucht es ein SZ-Abo, zumindest die Probierversion.)

„Attraktive Grausamkeiten“ – Interview mit dem Historiker Gerd Koenen in der Taz

Koenen befasst sich mit der Geschichte des Kommunismus. Er sagt:

„Kulturrevolution wohl das ungewöhnlichste Ereignis in der Geschichte des Kommunismus im 20. Jahrhundert war. Denn es war fast das einzige Mal, dass Kommunisten an der Macht in einer sogar bewusst chaotisierenden Weise von der Spitze her an die Massen appellierten. Und zwar besonders an die Masse der Jugendlichen, gegen die älteren Kader der Partei zu rebellieren. Das hatte es vorher noch nicht gegeben. Ebenso wissen wir heute, dass die Kulturrevolution für Mao einer eigene Ratio der Macht folgte. Das Chaos schien eigene Strukturen zu haben.“

Mao sah sich als „großer Steuermann“, der große Meister hinter dem Chaos, aus dem eine neue Ordnung entstehen sollte.

Maos Werkzeugkasten – Zeit

Ein paar Jahrzehnte nach den anarchischen Zuständen ist langsam genug Wasser den Yangtse hinuntergeflossen, um sich langsam wieder der Methoden der Kulturrevolution zu bedienen: „Führungskult, Repression, Zentralismus: Chinas Parteiführung bedient sich gerade eines Instrumentenkastens aus den sechziger Jahren“, schreibt Steffen Richter in der Zeit.

China’s ‚lost generation‘ recall hardships of Cultural Revolution – CNN

Ein Schicksal von vielen: Hu Rongfen musste aus Shanghai nach Anhui.

„I still can’t bear to recall my youth spent on the farm,“ she says.

“If there had been no Cultural Revolution, then I would not be who I am today. People who haven’t been through it can’t appreciate how easy everything else is. It wasn’t the manual labor. That’s a different kind of hardship. This was the worst kind of bitterness. You are constantly told: ‘You are against the revolution, so therefore you have no right to speak.' … That burden, that burden on your spirit, is very heavy.” 50 years ago this week, when Mao Zedong reasserted his control of the Communist Party, he set in motion a decade of chaos and torment in China. @nytimes asked readers to share stories about how they were affected by the Cultural Revolution. Chen Qigang, a 64-year-old composer in France who @adamjdean photographed in Beijing last month, was in middle school in Beijing when the movement began. Visit the link in our profile to hear more voices from China’s #CulturalRevolution.

Ein von The New York Times (@nytimes) gepostetes Foto am

Wikipedia zur Kulturrevolution

Lesestoff zu LGBT in China, Flüchtlingen und der AfD

Die unsichtbaren 70 Millionen
Die chinesische Gesellschaft ist traditionell stark auf Familie ausgerichtet. Ab Mitte Zwanzig ist Schluss mit Welpenschutz: Wer nicht langsam heiratet, muss sich zumindest an Neujahr und am Nationalfeiertag neugierige Fragen von Verwandten gefallen lassen. Das ist dumm für Lesben und Schwule.

Doch zumindest an politischer Front geht die Sonne im Osten auf (hust):

Woher kommt diese scheinbare Toleranz einer Führung, die unlängst Feministinnen verhaften ließ, die gegen häusliche Gewalt demonstrierten? Vielleicht liegt es daran, dass es sich hier um Individuen handelt und nicht um Gruppen, die auf offener Straße Missstände anprangern.

Die menschliche Grenze
Irgendwann die letzten Wochen rauschte folgender Witz so oder so ähnlich in einer Timeline vorbei: Was gibt es in Deutschland noch mehr als 80 Millionen Bundestrainer? Flüchtlingsexperten.

Aber was außer schimpfen, Köpfe schütteln und gescheit daherreden, könnten wir aka Regierung tatsächlich tun? Immer wieder läuft es, hört man Fachleuten zu, auf eines hinaus: Kontingente. Der Unterschied zur Obergrenze scheint dann vor allem der Weg zu sein, über den Flüchtlinge kommen:

Denn die gegenwärtige Politik der buchstäblichen Ein-Wanderung fördert ja in Wahrheit die Starken und benachteiligt die Schwachen. Sie dient nicht vordringlich denen, die Hilfe, Schutz, medizinische Versorgung am nötigsten brauchten: Familien mit Kindern, Waisen, Kranken, Alten. Sie nützt vor allem denen, die Kraft haben und Geld und Beziehungen. Nicht zufällig sind es so viele junge Männer, die zu uns kommen: weil sie die besten Chancen haben, sich durchzuschlagen.

Die Hassprediger

Titelgeschichte des aktuellen Spiegels über die AfD, gelesen und – huch – bezahlt bei Blendle. Analyse zu den Parteispitzen, Gefolgschaft, Einfluss. Höhepunkt ist die abstruse Rechtfertigung der stellvertretenden Vorsitzenden von Storch, bei Facebook explizit bejaht zu haben, dass an Grenzen auch auf Frauen und Kinder geschossen werden soll:

Während Petry ihr Schusswaffeninterview noch in der morgendlichen Presselage am Montag hartnäckig verteidigt habe, berichten Parteifreunde, habe Storch ohne Umschweife zugegeben, „Mist gebaut“ zu haben. Dabei hatte erst Storchs Facebook-Notiz, wonach man an der Grenze auch auf Frauen mit Kindern schießen könne, die Empörung so richtig entfacht. Sie habe Petry „doch nur helfen wollen“, sagte sie später, es tue ihr furchtbar leid. Der Post sei auch ein „technischer Fehler“ gewesen, sie sei auf ihrer Computermaus „abgerutscht“.

Lesenswertes: Profi-Gamer, Sklaven-MGMT und deutsche US-Kultur

Profi-Gamer statt Profi-Fussballer

Vor Jahren handelte eine meiner ersten Reportagen von chinesischen Jugendlichen, die Games spielen. Bei Aeon gibt es nun einen aktuellen (und wesentlich besseren) Text über die Folgen davon, wenn Tausende Jugendliche von einer Karriere es als Profi-Spieler träumen.

„Game boys: From a vast subculture of gaming addicts in China, only a few go professional and get rich. Is the social cost worth it?“

Die alten Römer als die ersten Manager

Ein anderer Aeon-Text vergleicht den Umgang der Römer mit Sklaven und modernem Management:

„The successful Roman master understood that slaves were not stupid and would take advantage of opportunities to undermine their master’s authority. Oppression, however, meant that outright rebellion was as rare as labour strikes today. The three big slave rebellions, the last of which was led by Spartacus, all took place between 135-71 BC when slaves were cheap and expendable, thanks to rapid Roman conquests, and so were treated appallingly.

(…)

Owning slaves and employing staff are in a simple sense a million miles apart. A comparison of the two is going to provoke, but similarities do exist. It is an uncomfortable truth that both slave owners and corporations want to extract the maximum possible value from their human assets, without exhausting them or provoking rebellion or escape.“

Die deutschen Einwanderer und ihre Spuren in der amerikanischen Kultur

The silent minority – The Economist

„German immigrants have flavoured American culture like cinnamon in an Apfelkuchen. They imported Christmas trees and Easter bunnies and gave America a taste for pretzels, hot dogs, bratwursts and sauerkraut. They built big Lutheran churches wherever they went. Germans in Wisconsin launched America’s first kindergarten and set up Turnvereine, or gymnastics clubs, in Milwaukee, Cincinnati and other cities.“

Lesenswertes: China vs. USA

China ist nun nach dem Bruttoinlandsprodukt die größte Wirtschaftsnation der Erde und hat damit die Vereinigten Staaten überholt. Was bedeutet das für das Verhältnis zwischen den beiden Ländern und die globale wirtschaftliche Ordnung? Eine Text dazu in der Vanity Fair. Zwei der interessanten Stellen:

„The United States then made two critical mistakes. First, it inferred that its triumph meant a triumph for everything it stood for. But in much of the Third World, concerns about poverty—and the economic rights that had long been advocated by the left—remained paramount. The second mistake was to use the short period of its unilateral dominance, between the fall of the Berlin Wall and the fall of Lehman Brothers, to pursue its own narrow economic interests—or, more accurately, the economic interests of its multi-nationals, including its big banks—rather than to create a new, stable world order. The trade regime the U.S. pushed through in 1994, creating the World Trade Organization, was so unbalanced that, five years later, when another trade agreement was in the offing, the prospect led to riots in Seattle. Talking about free and fair trade, while insisting (for instance) on subsidies for its rich farmers, has cast the U.S. as hypocritical and self-serving.

(…)

Now China is the world’s No. 1 economic power. Why should we care? On one level, we actually shouldn’t. The world economy is not a zero-sum game, where China’s growth must necessarily come at the expense of ours. In fact, its growth is complementary to ours. If it grows faster, it will buy more of our goods, and we will prosper. There has always, to be sure, been a little hype in such claims—just ask workers who have lost their manufacturing jobs to China. But that reality has as much to do with our own economic policies at home as it does with the rise of some other country.“

Gentrifizierung ist Hitler-light

Steigende Mietpreise, Geschichten von Leuten, die nach 20 Jahren umziehen müssen, Immobilienspekulanten: Auf die Gentrifizierung schimpfen ist en vogue. Doch so einfach ist es natürlich nicht. Das „New York“-Magazin fragt deshalb: „Is Gentrification All Bad?“

Zwei Textstellen:

„But trend lines are not destiny. Who does the gentrifying, how, and how quickly—these variables separate an organically evolving neighborhood from one that is ruthlessly replaced. A trickle of impecunious artists hungry for space and light is one thing; a flood of lawyers with a hankering to renovate is quite another. The difference may be just a matter of time—but when it comes to gentrification, time is all.“

„Artists are like most people: They think gentrification is fine so long as it stops with them. They are pioneers, all-accepting enthusiasts, and they wish to change nothing about their new home turf (although a halfway decent tapas place would be nice).“

Es grünt so grün: Das verschmutzte Wasser in Chinas größtem See und wie es sauber gemacht werden soll

Ein tolles Ausflugsziel sollte es sein. Erholungsgebiet für die neureichen Städter, mit einer Promenade und Restaurants.

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Doch als wir am Dian-See angekommen sind, waren nicht nur wir, sondern auch die chinesischen Begleiter entsetzt: Grassgrün war das Wasser des größten Süßwassersees in der Nähe der Millionenstadt Kunming. Algen seien das imWasser. Ein paar Leute fuhren auf einem Boot, einer surfte, nur wenige Menschen waren bei dem schönen Wetter auf der groß angelegten Promande mit Park. Wegen der Verschmutzung war das Erholungsgebiet nicht besonders gut besucht. Wir aßen ein Eis in einem leeren Café auf bunten Plastikstühlen und fuhren schnell wieder weg.

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Jetzt tut man offenbar etwas dagegen und die New York Times zeigt das in einem Video. Das Problem der Verschmutzung ist unter anderem, dass in den See sieben Flüsse fließen, aber nur einer wieder raus: „Cleaning up Kunming’s Waterways“

Die Großstadt ist da, wo der Woid aufhört

Logisch ist das ja nicht, dass die Menschen im Wald Hinterwäldler sein sollen. Warum das aber doch immer wieder so gesehen wird, zeigt ein Video, das ich hier einbinden wollte, aber: „Dieses Video ist aufgrund des Urheberrechtsanspruchs von Jugendtreff Underground Bodenmais nicht mehr verfügbar.“ (Zonk-Geräusch).

Der Titel lautet: „Das denkt die Bayerwald-Jugend“. In dem Video sondern Jugendliche abstruse Theorien auf Niederbayerisch und noch nicht oft benutztem Schriftdeutsch, ja manchmal sogar Englisch ab. Grundtenor: Die Großstadt, respektive Berlin, ist gefährlich, voller Drogen, Nutten auf den großen Strichen, Vergewaltigungen an jeder Ecke. Klischees, Vermutungen und Zuspitzungen. Es fallen Sätze, auf die Stolz wäre, hätte ich sie mir ausgedacht: „Großstadt is des, wo koi Woid mehr is.“

Bei Facebook macht das Video die Runde, bis (ich vermute) das Jugendzentrum sich der Schmach nicht mehr aussetzen wollte, und Urheberrechtsansprüche für sich proklamiert hat. Beim Wochenblatt kann man sich das Video aber dennoch noch ansehen.

Herrlich!

Und der Dialekt ist der beste ever, damit wir uns da klar verstehen!

Lesenswertes: So schauts aus! (In den USA und in Gesichtern)

“Mein armes Amerika” – Die USA strahlen den Charme des Heruntergekommen aus. New York ist verrostet, die Straßenzüge rund um die U-Bahn-Station Tenleytown in Washington, zwischen einer katholischen Kirche, einer Handvoll Fast-Food-Restaurants und dem Campus lebt eine Gruppe von Obdachlose. Das Ticket schon beim Betreten einer U-Bahn-Station vorzeigen müssen, und vielleicht sogar auch nochmal beim Hinausgehen, ist eine wirksame Methode, sich das Gesindel vom Hals zu halten. Das aber trotzdem so nah wie möglich an den Schächten und den Rolltreppen und Aufgängen steht, denn es kommt warme Luft raus. In L.A. ist es wenigstens durchgehend einigermaßen warm. Nur Dreck und Geruch entlarvte einen jungen Kerl dort, sonst hätt’s auch ein besonders nachlässig gekleideter Jung-Schauspieler im Layer-Look sein können.

Foto*

Nach Los Angeles zieht auch die deutsche Autorin Jana Simon mit Familie und berichtet im Zeit-Magazin was sie sieht. Und das ist oft heruntergekommen und verwahrlost, irgendwie nah am Kollaps.

Je länger ich in den Vereinigten Staaten, in Los Angeles, bin, desto mehr bekomme ich das Gefühl, dass eine Gemeinschaft, wie ich sie kenne, hier nicht mehr existiert. Die amerikanische Idee basierte immer auf der Freiheit des Einzelnen, nicht auf Gleichheit, nicht auf Solidarität. Das funktioniert, solange es dem Land gut geht. Wenn es in eine Krise gerät, wie jetzt, pervertiert dieses Freiheitsprinzip. Das soziale Gewissen wird ausgelagert, privaten Stiftungen und Wohltätigkeitsvereinen überlassen.

Los Angeles ist eine Ansammlung von Individuen, die nebeneinanderher leben. Das Zentrum des Narzissmus.

Sie schreibt über absurden Behördenkram und diese Schecks, mit denen dort noch wirklich alltägliche Zahlungen durchgeführt werden. Und Kredite:

Wir haben Kontoauszüge, Arbeitsverträge und Gehaltszahlungen vorgelegt, aber wir haben keine Schulden und sind deshalb aus amerikanischer Sicht nicht vertrauenswürdig.

Vielleicht ist es aber auch nicht so dramatisch:

Vielleicht überreagiere ich, vielleicht fördert dieses Land auch einfach Extreme.

How Darwin’s Photos of Human Emotions Changed Visual Culture” – Der Darwin hat ja auch so allerhand gemacht. So auch, wie ich vor etwa einer halben Stunde erfuhr, menschliche Emotionen erforscht, mit dem damals letzten Schrei der Technik. Ein Fotograf machte Bilder für ihn von Gesichtern, die er dann auswertete. Denn natürlich konnte jedes Foto, das in einem Sekundenbruchteil die Emotion viel besser darstellen, als jede Malerei, die deutlich länger braucht.

* Das Bild ist seit Januar das Hintergrundbild meines Mp3-Players.

China vs. Indien

Wenn China und Indien verglichen werden, liegt fast immer China vorn: Das schnellere Wirtschaftswachstum, die bessere Infrastruktur, die Effizienz. Deshalb taucht die Frage auf, ob vielleicht die Demokratie in Indien das Land daran hindert es China nachzutun.

Damit beschäftigt sich ein weiterer interessanter Vortrag bei der TED Conference (btw: <3): Does democracy stifle economic growth? Huang macht unter anderem klar: Der große Vorteil Chinas war Humankapital. (Mit der Ein-Kind-Politik kann aber erwartet werden, dass sich die demografische Entwicklung in den nächsten Jahrzehnten die wirtschaftliche Entwicklung eher hindern wird.) Da kommt meiner Meinung nach der große Vorteil Indiens ins Spiel: Denn dort ist genau das Gegenteil der Fall, denn die Bevölkerung ist jung. Aber ungebildet, wie Huang in seinem Vortrag auch erzählt.

Huangs Fazit: In China müssen politische Reformen durchgezogen werden, damit das Wachstum aufrecht erhalten werden kann, Indien muss in öffentliche Versorgung investieren.