Storyteller: Multimediales Storytelling möglichst einfach

Storyteller ist ein WordPress-Theme, das multimediales Geschichtenerzählern so leicht wie möglich machen will. Zielgruppe: Journalisten, die nicht coden können.

Gestern habe ich Storyteller veröffentlicht, ein Tool für multimediales Storytelling. Das Ziel: möglichst einfach zu verwenden. Die Zielgruppe: Journalisten, die nicht coden können. Ein Interview mit mir selbst.

Sind solche Geschichten die Rettung des Journalismus?

Nein, natürlich nicht. Verlangt das jemand? Ob die Geschichten gemacht werden, die mit Storyteller (oder Pageflow oder copytext.py von NPR), etwas taugen, liegt ja nicht nur am Werkzeug. Je einfacher allerdings das zu bedienen ist, desto mehr kann man sich auf die Geschichte konzentrieren.

Findest du diese Art des Erzählens immer super?

Nein. Sehr oft finde ich sie sogar ziemlich schlecht. Aber manchmal sind wirkliche Perlen darunter. Meiner Meinung nach die beste Veröffentlichung in dieser Stilform ist Borderland von NPR: Tolle Fotos, sehr kurze Texte, spannend. Es ist nicht zu übersehen, dass ich mich bei Storyteller daran orientiert habe.

demo

Es gibt doch Pageflow. Warum braucht es da noch ein Tool?

Ich finde Pageflow aus mehreren Gründen nicht ideal. Der wichtigste: zu hohe Einstiegshürden. Ich selbst bin zum Beispiel schon an den Voraussetzungen für die Installation auf dem eigenen Server gescheitert. Storyteller basiert auf WordPress, dem sehr viele Menschen, die ins Internet schreiben, schon begegnet sind. Das Ziel ist es, dass Journalisten, die nicht coden können, damit klar kommen. Den letzten Anstoß gab ein Tweet von Mario Haim:

Und wie willst du das schaffen?

Storyteller reduziert den Admin-Bereich auf das Wesentliche – unnötiges, wie beispielsweise „Seiten“ oder Kommentare sind entfernt. Dazu gibt es auf der Startseite des Adminbereichs und in auf jeder „Slide erstellen“-Seite einen Hilfebereich. Die einzelnen Slides selbst sind schnell gemacht: Ein Beitragsbild hochladen, Text rein, fertig.

Aber die Geschichten sehen dann ja alle gleich aus!

Das ist möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich. Schließlich sind die dominanten visuellen Elemente Fotos oder Videos, die Schrift tritt eher in den Hintergrund. Und immerhin können Nutzer im Adminbereich aus vier verschiedenen Schriftarten auswählen. Wer noch mehr Individualisierung will, kommt um CSS nicht herum. Dafür gibt es zu jeder Folie ein Feld, in dem diese Elemente Platz haben.

Und ist das jetzt wirklich alles so einfach?

Ich hoffe doch! Allerdings bin ich auch befangen. Um das besser zu beurteilen und um Schwachstellen auszumerzen, muss das Ding getestet, genutzt und verbessert werden – am besten von euch! Ich würde mich freuen. Wer Storyteller mal ausprobieren will, bekommt von mir auch gerne einen Account für meine Version.

Wo bekomme ich Storyteller?

Auf seiner eigenen Webseite oder GitHub.

Mehr zum Thema

Multimedia-Reportagen: Was geht – und was nicht: Christian Jakubetz gibt Ratschläge
Der Irrweg „Multimedia-Reportage“: Jan Tißler findet solche Geschichten nicht so dufte.

Hooray! Ich hab mein erstes WordPress-Plugin gemacht

Die Funktion selbst ist schnell gemacht, keine zehn Zeilen Code. Deshalb konnte ich mich ganz dem widmen, vor dem ich etwas Respekt hatte: der Backend-Seite mit den Eigenschaften.

Und Dominik lieferte mir mit seinem Blogartikel „Liebe Blogger – macht es euren Lesern leichter!“ die Funktionalität: Ein Feld mit der URL des Posts, die man zum Teilen verwenden kann. Das Wirtschaftsmagazin Quartz verwendet das auch so.

Das gute daran: Die Funktion selbst ist schnell gemacht, keine zehn Zeilen Code. Deshalb konnte ich mich ganz dem widmen, vor dem ich etwas Respekt hatte: der Backend-Seite mit den Eigenschaften. Mit genauem Lesen der Dokumentation, der Beispiele und eines Tutorials war das überraschenderweise aber ziemlich einfach, der Settings API sei Dank.

Was das URL Sharing Plugin genau macht, kann man hier nachlesen oder etwa 20 Pixel tiefer bewundern.

URL Sharing Plugin for WordPress

The URL Sharing Plugin adds a text field with the post URL at the end of your posts – a qz.com like sharing approach.

The URL Sharing Plugin adds a text field with the post URL at the end of your posts – a qz.com like sharing approach. Additionally you get a button that enables copying the URL to the user’s clipboard. Look at the end of this post to see a live version of the plugin.

The plugin can be used as a more privacy-friendly alternative to sharing buttons or as an additional sharing-option. I was inspired by Dominik’s post about readability and usability on blogs (in German) who uses the Quartz-like approach – something I wanted to have, too.

URL share implementation on qz.com.
URL share implementation on qz.com.

Download

You have two options to get the code:

Installation

  1. Upload the files in your plugins directory. Then activate it.
  2. For a label in front of the URL and a text on the copy-to-clipboard-button, go to the settings page and insert your strings in the input fields. Of course, you can leave the label blank, the button, however, should have a call to action.

Change style

You can change the styling by adding your changes to stylesheet of the plugin. The URL Sharing plugin uses three CSS-elements:

  • .url_share: div-container
  • .url_share_label: label of the input field
  • .url_share_input: input field
  • .zeroclipboard-is-hover: hover status for copy-button
  • .zeroclipboard-is-active: active status for copy-button

In the default version url_share_label and url_share_input don’t have values and therefore are using your theme’s style for label and input. Of course, you can change them just the way you want. For example: To change the color of the URL to red, add the following to the plugin’s stylesheet or your theme’s stylesheet: .url_share_input {color:red;}

To-do List

Things that might be considered in the future:

  • Enable font color change of the URL in backend
  • Offer a PHP-Snippet to enable more flexible positioning
  • A button to automatically copy the URL to the user’s clipboard (by using an existing JavaScript library)Added with version 1.1 by using ZeroClipboard

Questions? Comments?

If you have any remarks and/or questions, feel free to leave a comment.

Leaflet.js: Regensburg und seine Migranten

Eine Karte, die den Anteil von Migranten an der Gesamtbevölkerung in Regensburg angibt. Dabei gelernt: Shapefile mit .csv-Datei mit QGIS mergen.

Ein bisschen mit Karten spielen Teil 2322: Dieses Mal mit Migranten in Regensburg.

Die Daten habe ich mit Tabula aus dem Vierteljahresbericht 2013 der Stadt Regensburg gescrapt. Sie waren die ersten, die Angaben zu Stadtteilen hatten und mir untergekommen sind. Die Geodaten der Stadtteile habe ich ebenfalls von offizieller Stelle.

In der Vergangenheit hatte ich immer das Problem, diese zwei Datensätze zusammenzufügen. Nachdem ich im letzten Wintersemester eine Vorlesung zu GIS belegt habe, war mir klar, dass das der way to go ist: Mit GIS-Software mergen – und nicht in der Kommandozeile, so wie ich das vor etwa einem Jahr probiert hatte. Das Ende vom Lied waren zwei neue Benutzer auf meinem Computer. Das passiert, wenn man Copy-Pasted und keine Ahnung hat davon …

Also: Wie Geodaten, zum Beispiel eine im Geojson-Format und eine csv-Datei zusammenfügen? Mit der Open-Source-Software QGIS. In der Uni haben wir ArcGIS benutzt, aber QGIS ist dem sehr, sehr ähnlich.

Aber dabei gibt es ein Problem: Alle Einträge der csv-Datei sind automatisch Strings. Es gibt aber einen Weg, das zu verhindern. Dazu muss man eine zweite Datei erstellen, die denselben Namen wie die .csv-Datei trägt, jedoch mit der Endlung .csvt. In diese .csvt-Datei werden dann in einer Zeile die Datentypen notiert. Zum Beispiel:

"string", "integer", "real"

Danach muss die Datei über Layer –> Delimited Tab Layer importiert werden. Dadurch werden die Datentypen automatisch erkannt, solange die .csv und .csvt-Datei den gleichen Namen haben und im gleichen Ordner liegen.

Andere Varianten, um die .csv-Datei in QGIS zu laden, wie einfach reinziehen oder als Vector Layer zu laden, haben bei immer dazu geführt, dass alle Datenpunkte wieder Strings waren.

Wo waren wir? Wir haben eine Datensatz mit passenden Datentypen und die Geodaten zusammengeführt. Diese kann nun exportiert werden und dann als Geojson-Datei zum Beispiel in Leaflet weiterverarbeitet werden.

Doch halt! So leicht ging es nicht. Die direkt aus QGIS exportierte Datei wurde bei mir über Leaflet nicht ausgespielt. Erst wenn ich sie bei CartoDB hochgeladen und wieder exportiert habe, hat es funktioniert. Weiß der Geier, warum.

Das Ergebnis: Eine Karte mit Leaflet. Für die Klassifizierung, Infobox und Legende habe ich das Leaflet-Tutorial benutzt.

Und nun? So ganz ohne Kontext ist das ein bisschen langweilig. Deshalb habe ich mir überlegt, Texte zum Thema von der Mittelbayerischen Zeitung und Regensburg Digital einfließen zu lassen. Doch: Bei beiden Medien ist nicht möglich, Artikel zu diesem Thema einigermaßen automatisiert, z.B. via Feed, auszulesen. Bei Regensburg-Digital finde ich zum Beispiel nur das Schlagwort „Flüchtlinge“, bei der Mittelbayerischen gar keine Tags. Über einen Alert bei Google News würde zu viel Unpassendes mitgeschwemmt und für eine händische Auswahl, die in zwei Tagen wieder obsolet wäre, fehlt mir die Motivation. Dann eben nur die Karte.

NewsLynx: Neues Tool soll Erfolg von Journalismus qualitativ und quantitativ ermitteln

Hyperlinks sind Einbahnstraßen. Das macht es schwierig, den Einfluss von Online-Journalismus zu tracken. Ein neues Tool, will das Problem lösen und Links in beide Richtungen befahrbar machen.

Die Frage nach dem Erfolg von Online-Journalismus ist nur oberflächig leicht zu beantworten. Selbst die Einsicht, dass Klickzahlen nicht das gelbe vom Ei sind und eine Menge Fehlanreize in sich bergen, bringen den ambitionierten Online-Journalismus-Versteher nur in das Basislager des Wie-einflußreich-ist-Journalismus-Berges.

Drei junge News-Nerds versuchen nun, gesponsort mit Geldern des Tow-Centers for Digital Journalism, das Problem, wie Einfluss online gemessen werden kann, zu verstehen.

  • Brian Abelson hat bei der New York Times PAR („Pageviews above replacement“) entwickelt. Vor ein paar Monaten schrieb ich dazu bei den Netzpiloten:

    Im Sommer veröffentlichte Abelson seinen Ansatz. Er nennt ihn PAR, kurz für “Pageviews above replacement”. Die grundlegene Überlegung ist folgende: Der Erfolg eines Artikels – gemessen in Page Views – hängt nicht nur von Zugriffen ab, sondern auch davon, wie viel Werbung dafür gemacht wurde. Es muss also herausgerechnet werden, wenn Facebook- und Twitter-Accounts der NY Times den Text geteilt haben oder ob er auf der Startseite stand. Der PAR-Indikator stellt die Page Views in Relation zu den getroffenen Werbemaßnahmen. Abelson ist sich der begrenzten Aussagekraft bewusst: “Der PAR-Ansatz ist ein Pflaster.” Ein Pflaster das helfe, den Aufwand zu messen, den eine Nachrichtenseite aufbringen müsse, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

  • Der zweite im Bunde ist Stijn Debrouwere, dessen Serie zur Informationsarchitektur bei Nachrichtenseiten zum Besten gehört, was ich zu diesem Themenbereich je gelesen habe.

  • Der dritte ist Michael Keller, den ich bis zur Google-Suche vor einer halben Minute nicht kannte. Er ist offenbar Multimedia-Journalist bei Al-Jazeera. Mehr zu ihm auf seiner Webseite.

Diese drei arbeiten zusammen an NewsLynx, das quantitativ und qualitativ auswerten soll, welchen Einfluß bestimmte journalistische Inhalte haben.

Noch sind die Aussagen ziemlich wage, aber die „Preliminary Feature List“ lässt auf einiges hoffen:

While we’re just getting started, here’s a sense of what NewsLynx will include:

  • Tracking of social media “mentions” and “likes” over time on Twitter and Facebook.
  • Tracking of mentions by lists of people, e.g. local and national representatives, other journalists, or institutional representatives.
  • Integration with Google Analytics and other metric providers.
  • A Google Alert-like river of mentions that can be approved and associated with a given article.
  • A Customizable qualitative taxonomy and tagging system.
  • An interface for recording “impact” events not tied to automatic processes.
  • “If-This-Then-Impact” recipes for custom combinations of events that should trigger an event to be recorded.
  • A report generator for distributing impact assessments to staff, board members, and financial backers.

Warum dieses Vorhaben nicht trivial ist, schreiben die drei in einem Blogbeitrag bei Tow auf: Das Hyperlinks-System, wie es der Erfinder des WWW, Tim Berners Lee, erdacht hat, ist nicht darauf ausgelegt, getrackt zu werden. Denn diese Links sind Einbahnstraßen. Sie zeigen in eine Richtung; das Ziel hat aber nicht gespeichert, woher der Verweis kam.

The inefficiency of one-way links left a hole at the center of the web for a powerful player to step in and play librarian. As a result, if you want to know how your content lives online, you have to go shopping for analytics. To effectively monitor the life of an article, newsrooms currently use a host of services from trackbacks and Google Alerts to Twitter searches and ad hoc scanning. Short link services break web links even further. Instead of one canonical URL for a page, you can have a bit.ly, t.co, j.mp or thousands of other custom domains.

Mit sogenannten „recipes“ wollen sie dieses Problem lösen, indem sie dadurch eine Art „two-way-linking-system“ entwickeln. Die Serpentinen auf den Everest der Erfolgsmessung sollen damit, um in der Metapher der Einbahnstraße zu bleiben, in beide Richtungen befahrbar sein.

Noch kann an NewsLynx nicht ausprobieren, aber Medien können eine Umfrage ausfüllen und unten ankreuzen, dass sie das Tool gerne ausprobieren würden. Wäre ich Head-of-Data-Analysis von I-wanna-own-online-Media, ich würde keine Sekunde zögern …

IT im Gesundheitsbereich: Software und Algorithmen im Klinik-Alltag

Wie Software und Algorithmen im Gesundheitsbereich genutzt werden. Ein Besuch im Unfallkrankenhaus Berlin des Video-Projekts „Looking into Black Boxes“.

Dass die Digitalisierung alle Bereiche umfasst, ist eine Binsenweisheit. Doch wie das jetzt so in Branchen abläuft, mit denen man nicht oft zu tun hat, bleibt dann doch meistens ein Rätsel.

Einen Einblick in die Software und Algorithmen bei Krankenhäusern bietet das Projekt „Looking into Black Bloxes“. „Algorithmen, Triage und Mobile Visite“ ist die erste Folge von „Looking into Black Boxes“, das ich vor ein paar Monaten bei ihrer Crowdfunding-Aktion unterstützt habe.

Ihre Selbstbeschreibung:

Wir rechnen nicht nur mit Computern, wir leben auch mit ihnen. Aber wie geht das eigentlich?

Eine Aussage aus dem Video:

Reporterin: „Verlässt man sich nicht viel zu sehr auf diese Software?“

IT-Leiter des Unfallkrankenhauses Berlin: „Das hoffe ich mal, dass das die Kollegen nicht tun. IT kann denken nicht ersetzen. Es ist nur eine Unterstützung. Ein Patient braucht immer einen Arzt und die Pflege.“

Lesenswertes zwischen 15. 7. 14 und 29. 7. 14

Lesenswertes der letzten Tage.

Lesenswertes der letzten Tage. Mehr lesenswerte Links findest du in der gleichnamigen Kategorie Lesenswertes.

You May Be Losing Users If Responsive Web Design Is Your Only Mobile Strategy | Smashing Magazine

"You resize the browser and a smile creeps over your face. You’re happy: You think you are now mobile-friendly, that you have achieved your goals for the website. Let me be a bit forward before getting into the discussion: You are losing users and probably money if responsive web design is your entire goal and your only solution for mobile. The good news is that you can do it right."

Börse plus Sozialismus: Alternatives Wirtschaftssystem – brand eins online

"Corneos Vorstoß aber ist etwas Besonderes. Weil er von innen kommt, aus dem Kreis der etablierten Wirtschaftswissenschaftler, denen seit einiger Zeit vorgeworfen wird, sich dogmatisch verkapselt zu haben."

Kara Swisher: Tech’s Most Powerful Snoop — NYMag

All journalism about power runs on trade-offs. Don’t use my name, and I’ll tell you what you want to know. Wait to run the story, and I’ll speak only to you. If you’re fair, I’ll keep taking your calls. Silicon Valley is no different from Washington or Hollywood in this regard, but it’s still much more of a clusterfuck: In the land of the 23-year-old multibillionaire, unlike in D.C., some of the most powerful, newsworthy people are peers of the young reporters covering them, and thus more likely to form social relationships; and unlike in Hollywood, journalists aren’t automatically assigned lower social status than their subjects. Here, too, the investors backing tech media are often from the same industry they’re supposed to be covering, a uniquely sunny industry that encourages puffery. Most tech-media outlets, being start-ups themselves, are sympathetic to entrepreneurs, and upstart tech media don’t necessarily have the ethical proscriptions—such as gift policies—that traditional print institutions do.

Eine wirklich einfache Einführung in GitHub

Endlich ein Tutorial, das ganz konkret und praktisch GitHub erklärt.

Unzählige Tutorials und Artikel habe ich schon über GitHub gelesen. Ja, sogar einen Freund gebeten, es mir zu erkläen. Und ja, die Grundsätze und den Sinn hab ich verstanden, aber das ganz Konkrete war mir nicht klar. Bis eben!

Tyler Fisher hat es mit wenigen Slides „Intro to GitHub“ und einer praktischen Aufgabe (natürlich auf GitHub) geschafft, dass ich endlich verstanden habe, was ich mit meiner GitHub-App auf dem Computer nun eigentlich machen soll. Heureka!

WordPress bei der Washington Post

Webentwickler Yuri Victor erzählt beim WordCamp davon, wie er WordPress bei der Washington Post einsetzt.

Bevor der in News-Nerd-Kreisen ziemlich bekannte Yuri Victor bei Vox.com angeheuert hat, war er Web-Entwickler bei der Washington Post. Davon hat er beim WordCamp in San Francicso 2013 erzählt. Das Video ist mir heute wieder in den Browser gespült worden. Darum geht’s genau:

The Washington Post used a user-centered design philosophy to radically shift our development process to launch dozens of successful new blogs, platforms and tools in the past year. This philosophy is the reason why we use WordPress. This presentation explores the importance of empathy, brainstorming, rapid prototyping, testing and iterating and how to incorporate these methods to build better products, faster.

Lesenswertes: Daten, VWL und der erste Satz

Lesenswertes der letzten Tage.

Lesenswertes der letzten Tage. Mehr lesenswerte Links findest du in der gleichnamigen Kategorie Lesenswertes.

  • Warum versagt die Volkswirtschaftslehre? – SWR2 :: Kultur Info | SWR.de – Das alte Thema: Ist die Volkswirtschaftslehre zu monothematisch, zu ideologisch, zu neoklassisch? Die Professoren Michel Burda und Helge Peukert und der Wirtschaftsjournalist Thomas Fricke streiten sich herrlich über die VWL.
  • Alberto Cairo: Data journalism needs to up its own standards » Nieman Journalism Lab – Kritik am Datenjournalismus vom Visualierungsexperten Alberto Cairo: „It is tempting for a news startup to try to be both BuzzFeed and The Economist at the same time, no matter how chimerical that goal is. Lighthearted blahblah can be done quickly and nonchalantly. Proper analytical journalism can’t. If you have a small organization, you may have to choose between producing a lot of bad stuff or publishing just a small amount of excellent stories.“
  • The Rhetoric of Data | Tow Center for Digital Journalism – Immer drandenken: „Who produced the data and what was their intent? Did it come from a reputable source, like a government or inter-governmental agency such as the UN, or was it produced by a third party corporation with an uncertain source of funding? Consider the possible political or advocacy motives of a data provider as you make inferences from that data, and do some reporting if those motives are unclear. When was the data collected? Sometimes there can be temporal drift in what data means, how it’s measured, or how it should be interpreted. Is the age of your data relevant to your interpretation? For example, in 2010 the Bureau of Labor Statistics changed the definition of long-term unemployment, which can make it important to recognize that shift when comparing data from before and after the change. Most importantly it’s necessary to ask what is measured in the data, how was it sampled, and what is ultimately depicted? Are data measurements defined accurately and in a way that they can be consistently measured? How was the data sampled from the world? Is the dataset comprehensive or is it missing pieces? If the data wasn’t randomly sampled how might that reflect a bias in your interpretation? Or have other errors been introduced into the data, for instance through typos or mistaken OCR technology? Is there uncertainty in the data that should be communicated to the reader? Has the data been cropped or filtered in a way that you have lost a potentially important piece of context that would change its interpretation? And what about aggregation or transformation? If a dataset is offered to you with only averages or medians (i.e. aggregations) you’re necessarily missing information about how the data might be distributed, or about outliers that might make interesting stories. For data that’s been transformed through some algorithmic process, such as classification, it can be helpful to know the error rates of that transformation as this can lead to additional uncertainty in the data.“
  • Der verfluchte erste Satz, Teil 1: Was ist Dein Problem? | Deadline – „In dem Drama Mensch gegen Wirklichkeit gibt es roh kartografiert vier Grossgebiete für Treibsand: Die Wirklichkeit entspricht nicht den Erwartungen des Lesers. Das Material ist absurd, abstossend, unerwartet, also gegen die Intuition oder den Geschmack des Publikums. Das heisst: Es muss mit List und Zucker präsentiert werden. Die Wirklichkeit ist sich selbst nicht klar. Das Material ist verwickelt, undeutlich, ausfasernd, unvollständig, uferlos, kurz: objektiv komplex. Das heisst: Man muss ein Ordnungssystem erfinden. Die Wirklichkeit entspricht nicht den Plänen des Autors. Die zentrale These bewahrheitet sich nur halb; die vorgesehene Hauptfigur bleibt blass; der Interviewpartner spricht wie ein Aktenordner; die Nebensache ist interessanter als die Hauptsache. Das heisst: Man muss seine Pläne ändern. Der Autor ist nicht einig mit sich selbst. Alles ist deprimierend eindeutig. Oder von einem selbst schon mehrmals beschrieben. Jeder Satz laaaaaangweilt. Das heisst: Man muss sich selbst eine Schwierigkeit einbauen. Etwa, indem man das Genre ändert. Klar ist nur eins: Das Problem, das man hat, muss am Anfang des Artikels angepackt werden, nicht in der Mitte, nicht am Schluss.“