Eine gute Beschreibung von Artificial Intelligence beim Economist

„One way of understanding this [Artificial Intelligence] is that for humans to do things they find difficult, such as solving differential equations, they have to write a set of formal rules. Turning those rules into a program is then pretty simple. For stuff human beings find easy, though, there is no similar need for explicit rules—and trying to create them can be hard. To take one famous example, adults can distinguish pornography from non-pornography. But describing how they do so is almost impossible, as Potter Stewart, an American Supreme Court judge, discovered in 1964. Frustrated by the difficulty of coming up with a legally watertight definition, he threw up his hands and wrote that, although he could not define porn in the abstract, “I know it when I see it.”

Machine learning is a way of getting computers to know things when they see them by producing for themselves the rules their programmers cannot specify. The machines do this with heavy-duty statistical analysis of lots and lots of data.“

Das Ende des Textes:

„But for now, the best advice is to ignore the threat of computers taking over the world—and check that they are not going to take over your job first.“

aus: Rise of the machines

Jeder! Gibt! Immer! Das! Beste!

„Jeder gibt immer das Beste“: Von diesem Satz ausgehend erläutert Sabria David im Essay „Die Grenzen der Beschleunigung“ die Mechanismen, die in der Arbeitswelt hinter den ständig geforderten Maximalleistungen stehen. Wenn jeder immer das Beste gibt, führt das aber nicht zwangsläufig zum besten Ergebnis.
„Jeder! Gibt! Immer! Das! Beste!“ weiterlesen

Strukturierte Prokrastination: Die Theorie und ihre Anwendung

Der folgende Artikel entsteht aus akuter Prokrastination.

Prokrastination ist auch so eine Modeerscheinung, inzwischen schon ein wenig länger im Geschäft und wird langsam von Burn-out verdrängt. Prokrastination ihrerseits verwies zum Beispiel die Generation Praktikum in den Hintergrund. Texte und Videos dazu sind ein wunderbares Mittel um dieser Tätigkeit zu fröhnen. Ein besonders kluger Text dazu ist von dem amerikanischen Philosophie-Professor John Perry. “Structured Procrastination” heißt der Text, auf den mich der Lautschrift Franz (so ist er in meinem Kopf gespeichert) in den Kommentaren zu einem Video über P. hinwies.

Dort erklärt er, was er mit dem strukturierten Aufschieben meint, und dass nicht ganz so unlogisch ist, wie es klingt:

“The key idea is that procrastinating does not mean doing absolutely nothing. Procrastinators seldom do absolutely nothing; they do marginally useful things, like gardening or sharpening pencils or making a diagram of how they will reorganize their files when they get around to it. Why does the procrastinator do these things? Because they are a way of not doing something more important. If all the procrastinator had left to do was to sharpen some pencils, no force on earth could get him do it. However, the procrastinator can be motivated to do difficult, timely and important tasks, as long as these tasks are a way of not doing something more important.”

Die Harvard University hat Professor Perry deshalb mit dem lg Nobelpreis ausgezeichnet. Was es mit diesem “lg” auf sich hat, hab ich zwar noch immer nicht verstanden, aber der Preis ist eine Parodie auf das Original und will in erster Linie zum Lachen bringen. Die Liste in 7 verschiedenen Kategorien (10) seit 10 Jahren ist inzwischen schon ganz schön lang. Der Preis ist so Hipster, dass die Seite in uncoolem 1999 HTML-Design ist, das sagen will: “Uns gabs schon, da kanntet ihr noch nicht mal die AOL-CDs.” (Hipster-Bashing ist ja noch immer amüsant, auch wenns langsam abflaut.)

Also. Perry bringts auf den Punkt: Prokrastination heißt pnicht untätig sein (Wollte sowas wie ne Alliteration bilden, aber mir ist nichts eingefallen).

Denn schließlich habe ich, seitdem ich angefangen habe diesen Beitrag zu schreiben ein Video von Robert Misik angefangen, Konversation über verschiedene Kanäle geführt, mir Artikel, die ich morgen im Zug nach Kiel lesen will, gespeichert und/oder runtergeladen, Fotos von einer Geburtstagsfeier angesehen, gearbeitet und hie und da eine Minute sinnlos rumgeklickt.

Und warum das ganze? Deshalb: Das Global Economic Symposium, eine zweitägige Konferenz in Kiel steht an. Ich werde dort über die Veranstaltungen schreiben und habe drei Interview-Termine mit Männern. Das Zeug wird auf dem niegelnagelneuen Blog namens Economic Insights veröffentlicht. Die von fünf anderen jungen Leuten auch. Wenn ihr auf den Blog geht, werdet ihr auf einen “Ok”-Knopf stoßen, damit die Seite und euer Facebook-Profil vernetzt werden können. Die Datenschutzbehörde von Schleswig-Holstein hat das vor kurzem durchgesetzt.

Und Ich habe meinen Professor aus den Vereinigten Staaten angeschrieben, meine erste Adresse bei Indien. Der hat mich an einen Freund in Neu Dehli verwiesen. Jetzt hab ich Anregungen für das Interview Arun Maira, dem Chef der Planungskommisson für die indische Wirtschaft. In der Zeit zwischen der Unabhängigkeit 1947 und 1991 hat die Behörde die Pläne für die Wirtschaft konstruiert, heute hat sie nur mehr beratenden Charakter, aber sicherlich noch immer Einfluss.

Der Zweite ist Wolfgang Kleinwächter, Professor für irgendetwas mit Internet. Er ist der Kopf einer Bewegung, die eine Magna Carta, also einen Grundrechtskatalog, für das Internet will. Die Gegner sind dabei das ICANN. Die kümmern sich um Domains, sitzen in Kalifornien und damit ein quasi-amerikanisches Unternehmen. Ich hab noch nicht ganz heraus, ob sie privatwirtschaftlich agieren oder dem Staat gehören.

Andrew Burns ist der Dritte im Bunde. Er ist von der Weltbank und ist einer der Chefautoren des “Global Economic Prospect”, einer Untersuchung über die makroökonomischen Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf low und middle-income countries.

Die einzelnen Veranstaltungen weiß ich nicht auswendig und nachzuschauen wäre mir gerade zu anstrengend, aber was mit Internet Governance, Makroökonomie und idenitiy und migration. Dazu noch zwei, drei Sachen.

Jetzt also erstmal Wikipedia-Einträge als PDFs speichern und Tagesschau gucken. Danach fällt mir sicherlich noch einiges ein. Packen, mir das Ladegerät für den Akku meiner Camera ausleihen, weil ich meins nicht finden kann, wird wohl zu Hause irgendwo rumliegen, und dann den Jauch.

Ich sollte langsam mal auf Englisch switchen.