Kooperativer Journalismus: Deca macht einen auf Magnum

Preisgekrönte Journalisten schließen sich zusammen, um kooperativ lange Geschichten zu erzählen. Interessant sind die Verteilung der Einnahmen – und die technischen Probleme.

Preisgekrönte Journalisten tun sich zu einer Kooperative zusammen, nennen sich Deca und veröffentlichen Longform-Journalismus. Für 15 US-Dollar gibt es mindestens zehn Geschichten im Jahr, der monetäre Grundstock von kam durch Crowdfunding. Hört sich schon ziemlich toll an.

Forbes schreibt:

Meet Deca, a new long-form journalism cooperative made up of nine award-winning, best-seller-writing, globally-scattered freelance journalists. Deca is not a publication; it is a brand, a network, a collaboration, a publishing platform.

Neben dem Abo, können die Texte auch einzeln gekauft werden. Interessant ist, wie die Einnahmen aufgeteilt werden.

It will be in Deca’s best interests to promote its stories, of course, but a story’s writer and editor will undoubtedly feel the urgency most because of the group’s unique payment structure: For every single sold, the writer gets 70%, the editor gets 5%, and the remaining 25% goes back to Deca (along with all donations and subscriptions) to be spread among operating costs, the salaries of the copyeditor and fact-checker, paying writers for at least half of their travel expenses, and, if anything’s left, back to the cooperative members. (…)

If some stories do better than others, though, Deca will take a cue from Hollywood. Its plan to spread any leftover revenue from stories among Deca members is supposed to mimic the blockbuster phenomenon.

Leider klappt es technisch nicht ganz, es scheint Probleme mit dem Login zu geben, wie Johannes Kleske auf Medium schreibt:

We are seeing this again and again: promising new approaches to journalism that get caught up in technical difficulties. Journalists obviously focus on the journalistic part of their work. If they are progressive, they also have a good understanding of the business side of things.
But now, there’s this layer that influences every aspect of a journalism company: the technology. From researching stories to the editorial process (writing, editing, fact-checking, versions management) to delivery via content-management systems and printing infrastructure to digital payment in apps and for subscriptions to communication with colleagues and readers etc. The need for these technologies is not new. But the options and with them the opportunities have exploded. The easiest solution is to outsource most of these aspects to external vendors. But Deca just learned how frustrating this can be.

NewsLynx: Neues Tool soll Erfolg von Journalismus qualitativ und quantitativ ermitteln

Hyperlinks sind Einbahnstraßen. Das macht es schwierig, den Einfluss von Online-Journalismus zu tracken. Ein neues Tool, will das Problem lösen und Links in beide Richtungen befahrbar machen.

Die Frage nach dem Erfolg von Online-Journalismus ist nur oberflächig leicht zu beantworten. Selbst die Einsicht, dass Klickzahlen nicht das gelbe vom Ei sind und eine Menge Fehlanreize in sich bergen, bringen den ambitionierten Online-Journalismus-Versteher nur in das Basislager des Wie-einflußreich-ist-Journalismus-Berges.

Drei junge News-Nerds versuchen nun, gesponsort mit Geldern des Tow-Centers for Digital Journalism, das Problem, wie Einfluss online gemessen werden kann, zu verstehen.

  • Brian Abelson hat bei der New York Times PAR („Pageviews above replacement“) entwickelt. Vor ein paar Monaten schrieb ich dazu bei den Netzpiloten:

    Im Sommer veröffentlichte Abelson seinen Ansatz. Er nennt ihn PAR, kurz für “Pageviews above replacement”. Die grundlegene Überlegung ist folgende: Der Erfolg eines Artikels – gemessen in Page Views – hängt nicht nur von Zugriffen ab, sondern auch davon, wie viel Werbung dafür gemacht wurde. Es muss also herausgerechnet werden, wenn Facebook- und Twitter-Accounts der NY Times den Text geteilt haben oder ob er auf der Startseite stand. Der PAR-Indikator stellt die Page Views in Relation zu den getroffenen Werbemaßnahmen. Abelson ist sich der begrenzten Aussagekraft bewusst: “Der PAR-Ansatz ist ein Pflaster.” Ein Pflaster das helfe, den Aufwand zu messen, den eine Nachrichtenseite aufbringen müsse, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

  • Der zweite im Bunde ist Stijn Debrouwere, dessen Serie zur Informationsarchitektur bei Nachrichtenseiten zum Besten gehört, was ich zu diesem Themenbereich je gelesen habe.

  • Der dritte ist Michael Keller, den ich bis zur Google-Suche vor einer halben Minute nicht kannte. Er ist offenbar Multimedia-Journalist bei Al-Jazeera. Mehr zu ihm auf seiner Webseite.

Diese drei arbeiten zusammen an NewsLynx, das quantitativ und qualitativ auswerten soll, welchen Einfluß bestimmte journalistische Inhalte haben.

Noch sind die Aussagen ziemlich wage, aber die „Preliminary Feature List“ lässt auf einiges hoffen:

While we’re just getting started, here’s a sense of what NewsLynx will include:

  • Tracking of social media “mentions” and “likes” over time on Twitter and Facebook.
  • Tracking of mentions by lists of people, e.g. local and national representatives, other journalists, or institutional representatives.
  • Integration with Google Analytics and other metric providers.
  • A Google Alert-like river of mentions that can be approved and associated with a given article.
  • A Customizable qualitative taxonomy and tagging system.
  • An interface for recording “impact” events not tied to automatic processes.
  • “If-This-Then-Impact” recipes for custom combinations of events that should trigger an event to be recorded.
  • A report generator for distributing impact assessments to staff, board members, and financial backers.

Warum dieses Vorhaben nicht trivial ist, schreiben die drei in einem Blogbeitrag bei Tow auf: Das Hyperlinks-System, wie es der Erfinder des WWW, Tim Berners Lee, erdacht hat, ist nicht darauf ausgelegt, getrackt zu werden. Denn diese Links sind Einbahnstraßen. Sie zeigen in eine Richtung; das Ziel hat aber nicht gespeichert, woher der Verweis kam.

The inefficiency of one-way links left a hole at the center of the web for a powerful player to step in and play librarian. As a result, if you want to know how your content lives online, you have to go shopping for analytics. To effectively monitor the life of an article, newsrooms currently use a host of services from trackbacks and Google Alerts to Twitter searches and ad hoc scanning. Short link services break web links even further. Instead of one canonical URL for a page, you can have a bit.ly, t.co, j.mp or thousands of other custom domains.

Mit sogenannten „recipes“ wollen sie dieses Problem lösen, indem sie dadurch eine Art „two-way-linking-system“ entwickeln. Die Serpentinen auf den Everest der Erfolgsmessung sollen damit, um in der Metapher der Einbahnstraße zu bleiben, in beide Richtungen befahrbar sein.

Noch kann an NewsLynx nicht ausprobieren, aber Medien können eine Umfrage ausfüllen und unten ankreuzen, dass sie das Tool gerne ausprobieren würden. Wäre ich Head-of-Data-Analysis von I-wanna-own-online-Media, ich würde keine Sekunde zögern …

Eine wirklich einfache Einführung in GitHub

Endlich ein Tutorial, das ganz konkret und praktisch GitHub erklärt.

Unzählige Tutorials und Artikel habe ich schon über GitHub gelesen. Ja, sogar einen Freund gebeten, es mir zu erkläen. Und ja, die Grundsätze und den Sinn hab ich verstanden, aber das ganz Konkrete war mir nicht klar. Bis eben!

Tyler Fisher hat es mit wenigen Slides „Intro to GitHub“ und einer praktischen Aufgabe (natürlich auf GitHub) geschafft, dass ich endlich verstanden habe, was ich mit meiner GitHub-App auf dem Computer nun eigentlich machen soll. Heureka!

Making of: Sitzverteilung im bayerischen Landtag

Fast wären ersten Gehversuche mit D3.js in dem ewigen Unter-unter-unter-Ordner verschwunden. Doch gestern habe ich mich doch noch einmal zusammengerissen und eine Visualisierung der Sitzverteilung im bayerischen Landtag seit 1946 fertiggestellt.

Fast wären ersten Gehversuche mit D3.js in dem ewigen Unter-unter-unter-Ordner verschwunden. Doch gestern habe ich mich doch noch einmal zusammengerissen und eine Visualisierung der Sitzverteilung im bayerischen Landtag seit 1946 fertiggestellt.
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Ich habe mir mein eigenes WordPress-Theme gebastelt

Alles neu! Und grüner als je zuvor!

In den vergangenen Wochen habe ich große Fortschritte darin gemacht, Webseiten in WordPress zu programmieren. Jahrelange hatte ich CSS- und PHP-Dateien zwar nach meinen Wünschen verändert, aber selbst geschrieben – also Start mit leeren Datei – hatte ich solche Dateien nie. Das hat sich nun geändert, denn ich habe einfach mal ein Tutorial von Anfang bis Ende durchgemacht und währenddessen sind mir ein paar Lichter aufgegangen.

1. Child-Themes

Ein Child-Theme bezeichnet ein verschachteltes System von Theme-Dateien. Das Parent-Theme, also die übergeordnete Datei, wird nicht verändert, sondern nur das „Kind“. Konkret habe ich also nie etwas an der originären Bootstrap-CSS-Datei verändert, sondern immer an meiner eigenen CSS-Datei. Schon eine einzige CSS-Datei kann dabei als ein Child-Theme dienen. Das Aussehen der Webseite bestimmt sich dann allein durch die Child-CSS-Datei, nur da werden Veränderungen notiert. Als Vorteil eines solchen Systems wird immer wieder gepriesen, dass sich bei Updates eines Themes nichts ändert. Das war mir immer etwas schleierhaft, denn dieses Problem ist mir in den letzten Jahren nie untergekommen. Den großen Vorteil, den ich sehe ist, dass die CSS-Datei, mit der man arbeitet, einfach nur den Code beinhaltet, der verändert wurde. Ändere ich also zum Original zum Beispiel nur die Größe der Überschrift und die Linkfarbe, dann steht im Child-CSS nur:

h1 {font-size: 1.2em;}
a {color: #ff0000;}

Das macht es sehr viel übersichtlicher, denn der Inhalt der Datei ist weniger und der eigene, also leichter zu lesen, wie ich finde.

Mehr zu Child-Themes, was sie ausmacht und wie man sie erstellt, gibt es bei Elmastudio.

2. Bootstrap Framework

Twitter hat mit Bootstrap  ein Framework veröffentlicht, auf dem man sein eigenes Webdesign aufbauen kann. Ganz leer war die Datei deshalb doch nicht, auf dem diese Seite basiert. Das Boostrap-Framework, das sind ein paar CSS und Java-Script-Dateien, die einen Rahmen für die eigene Seite setzen. Gerade die Tatsache, dass das Bootstrap bereits responsive ist, sich also automatisch an verschiedene Bildschirmgrößen anpasst, fand ich überzeugend. Denn dieses Feature wollte ich, wäre mir aber viel zu komplex, um es selbst zu bauen. Generell besteht eine Bildschirmbreite aus zwölf Teilen, die dann je nach Breite aneinandergebastelt werden. Zum Beispiel: Ich wollte einen breiten Bereich für den Text und eine Seitenleiste. Der breite Teil läuft unter der CSS-Klasse „span9“, die Seitenleiste unter „span3“. Möchte ich eine breitere Sidebar, könnte ich dafür „span4“ wählen, der Textbereich würde sich dann zu „span8“ verschmälern. Wichtig ist, dass sich die horizontalen Bereich immer auf zwölf aufaddieren. Ich könnte also theoretisch bis zu zwölf Blöcke nebeneinander laufen lassen.
Ein sehr gutes Tutorial, wie man Bootstrap und WordPress verbinden kann, gibt es beim Team Treehouse: How to Build a WordPress Theme with Bootstrap

3. WordPress-Templates und functions.php

Mit verschiedenen Templates habe ich bereits bei der Lautschrift angefangen zu arbeiten, ganz neu war mir das Konzept also nicht. Aber richtig systematisch angewandt von Anfang an, hatte ich es noch nicht. Zudem habe ich versucht mir möglichst viele Funktionen direkt in das Theme einzubauen, zum Beispiel mehrere Widget-Bereiche im Theme (Sidebar, Footer und an der oberen schwarzen Leiste). So brauche ich auch nicht so viel Plugins, zum Beispiel um Texte in zwei Spalten darzustellen.

To Do

An ein paar Ecken gibt es noch etwas zu basteln: Die Ansicht auf dem Smartphone scheint noch nicht wirklich top zu sein, einen „Back-to-top“-Button im Footer zum Beispiel oder Formatvorlagen. Anbieten würde sich dazu zum Beispiel die Rubrik Lesenswertes. Auch ein RSS-Button fehlt noch.

Fazit

Mit Vorkenntnissen in CSS und PHP ist das alles gar nicht so schwierig – vorausgesetzt, ich lese die Readmes mal aufmerksam und überfliege sie nicht nur.

Contact Form 7: Conditional Redirecting

Redirecting without a condition

When you use the WordPress plugin “Contact Form 7” you can redirect the user to another page after submitting the answers by the follwing code:

on_sent_ok: "location.replace('http://www.redirectedpage.com');"

The line of code you have to copy into the “settings” box at the end of a specific form you created.

Redirecting on a condition

If you want to make the redirecting depending on a specific answer, you can use the following code:

on_sent_ok: " if (document.getElementById('car').value=='yes') {location.replace('http://www.redirectedpage1.com')}
else { location.replace('http://www.redirectedpage2.com/') } "

The code in bold letters has to be changed by your settings.

For example: The question with the id “car” has two possible answers: “Yes” or “No”. If a person selects “Yes” he or she should be redirected to “http://www.redirectedpage1.com”. If “No” is selected, the user should be redirected to “http://www.redirectedpage2.com/”.