Die 90er-Jahre-Technologie-Party

Welcome to the Revenge of ’90s Internet

The Verge vergleicht die großen der Technologie-Industrie – Google, Facebook und den Chip-Hersteller Qualcomm – mit den dominanten Firmen der 90er Jahre:

You can keep going: Facebook is now pitching itself to media companies as their savior, just as AOL once did. Most websites get a tremendous amount of traffic from Facebook; it’s only a matter of time before Facebook starts aggressively charging for that traffic.

Google = Microsoft
Facebook = AOL
Apple = Sony
Buzzfeed = Yahoo

Die Begründungen dazu nach dem Link

Economic Research Papers: Is Google a Monopoly?

Three research papers, I haven’t read yet, but I probably will …

Three research papers, I haven’t read yet, but I probably will …

Pollock, R. (2009), Is Google the Next Microsoft? Competition, Welfare and Regulation in Internet Search (pdf)

Manne, G. and Wright J. (2011), Google and the Limits of Antitrust: The Case Against the Antitrust Case Against Google, Harvard Journal of Law & Public Policy, Vol. 34, No. 1

Haucap, J. and Heimeshoff U. (2013), Google, Facebook, Amazon, eBay: Is the Internet Driving Competition or Market Monopolization?, Dice Discussion Paper (pdf)

 

Google News straft Sponsored Content ab: Ein Überblick und eine Lösung

Advertorials, Native Advertising, Sponsored Posts – Werbung, die makellos in das redaktionelle Kleid gewandet ist, scheint der Hoffnungsträger vieler journalistischer Geschäftsmodelle sein*. Doch das mag Google und erst recht Google News nicht.

Die wichtigste Quelle dazu ist ein YoutTube-Video des Google-Mitarbeiter Matt Cutts, der erläutert, welche Konsequenzen es für Webseiten-Betreiber haben kann, wenn sie sich nicht an die Regeln halten. Bezeichenend ist seine Abteilung: „Web Spam Team“.

Cutts spricht ab Minute 2:15 Uhr vor allem zwei Punkte an, die Auswirkungen auf die Sichtbarkeit einer Seite bei Google haben können:

  1. Google Suchmaschine: Bezahlte Beiträge mit Links sind gekaufte Links. Punkt. Die Links müssen also mit einem rel=“nofollow“ versetzt werden und ließen dadurch nicht in den PageRank ein.
  2. Google News: Bezahlte Beiträge sollen bei Google News nicht vorkommen, weshalb damit gedroht wird, dass nicht nur die fälscherlicherweise indexierten Beiträge gelöscht werden, sondern die gesamte Webseite. Google-Mitarbeiter Cutts empfiehlt eine „abundunace of caution“.

Ein Beispiel für eine Bestrafung ist eine Lokalzeitung in England, deren PageRank auf 0 gesetzt wurde, nachdem dort ein Text über einen Blumerlieferdienst veröffentlicht wurde, der zwar als sponsored content gekennzeichnet war, aber der Link zum Lieferdienst aber kein nofollow-Attribut hatte.

Wie soll man nun damit umgehen, wenn journalistische Beiträge und bezahlte Texte auf einer Seite liegen und bei GoogleNews auftauchen möchte?

Eine Lösung beim Content-Management-System WordPress: Das Google News XML Sitemap Plugin erstellt eine spezielle Sitemap für Google News. Besonders praktisch: Dort kann man bestimmte Kategorien ausschließen – also die, in der sponsored content liegt. Die Sitemap für Google News ist dann unter deinedomain.de/google-news-sitemap.xml erreichbar.

Linkliste zum Thema Google News und Sponsered Content/Advertorials:

Google: Separating different types of content on your site

Seokratie: Advertorials und Sponsored Posts: Eine unbequeme Wahrheit

Die juristische Perspektive auf den Konflikt zwischen redaktionellen und werblichen Beiträgen bietet der Blog Recht-Freundlich.de.

PaidContent: If you are running advertorial or sponsored content, Google is watching you

Business Insider: Google Just Threatened To Ban News Sites That Run Advertising It Doesn’t Like

Bueltge: Google News Sitemaps in WordPress

* Man kann natürlich darüber diskutieren, inwieweit das dem journalistischen Ethos dient. Aber hey – Geldverdienen mit Journalismus ist kein Zuckerschlecken.

Wie sich Google mit Maps die Welt erschließt

In der New York Times hat sich der Autor Adam Fisher auf eine Expedition aufgemacht, auf der er rausfinden will, wie Google die Welt kartografiert. Ein langer Text mit dem Titel Google’s Road Map to Global Domination, der auf vieles eingeht:

Auf die Anfänge von Google Maps, den Wettbewerb mit kommerziellen (Microsoft, Apple) und nicht-kommerziellen Konkurrenten (Open Street Map), um eine Rafting-Tour durch einen Canyon und die Vermutung, dass Google alles tun wird, um die beste Abbildung der Welt zu erzeugen.

„Today, Google’s map includes the streets of every nation on earth, and Street View has so far collected imagery in a quarter of those countries. The total number of regular users: A billion people, or about half of the Internet-connected population worldwide. Google Maps underlies a million different websites, making its map A.P.I. among the most-used such interfaces on the Internet. At this point Google Maps is essentially what Tim O’Reilly predicted the map would become: part of the information infrastructure, a resource more complete and in many respects more accurate than what governments have. It’s better than MapQuest’s map, better than Microsoft’s, better than Apple’s.“

Und weil der Text so lang ist, kann ich auch mal das Ende posten:

„The map, at that point, will just be data: a way for our phones, cars and who knows what else to navigate in the real world. Whose data will that be: Google’s? Ours? Our car company’s? It’s too soon to tell. But one thing seems certain, O’Reilly says. In the end, “the guy who has the most data, wins.”

via Martin Giesler