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Katharina Brunner

Bloggin' since 2007

Links ohne Text einer Nachwuchsjournalistin zwischen Angst und Euphorie

Seit Wochen brodelt in mir ein Text über Leute, die in den Journalismus wollen. Die Aussichten sind angesichts des dahinsiechenden Geschäftsmodell „Tageszeitung mit Gratis-Onlineausgabe“ angsteinflößend, andererseits sind die Möglichkeiten unter dem Buzzword „Digital Storytelling“ großartig.

Leider habe ich nicht die Zeit und Muse meine Gedanken dazu aufzuschreiben und langsam nerven mich die offenen Tabs, deren Inhalt ich verlinken wollte.

Deshalb: Die Links ohne den Text einer Nachwuchsjournalistin zwischen Angst und Euphorie.

1) Future of Journalism

Studenten der Columbia School of Journalism haben einen Fim gedreht, bei junge und alte Medienmacher zur Zukunft der Branche zu Wort kommen.

2) Vortrag von einem „New York Times“-Journalisten zu Digital Storytelling

Wichtigste Lehre für mich: Vergiss das Content-Management-System

3) Zeitungen müssen promiskuitiv werden – beim Geldverdienen

Der Text beginnt mit:

Liebe Verleger, liebe Chefredakteure (inklusive der wenigen Frauen unter Ihnen),

ehrlich gesagt, ich kann diese Ideenlosigkeit nicht mehr ertragen, die mir auf Kongressen und Portalen entgegenschlägt. Ich bin kein Zeitungsmann.

Und endet mit sieben relativ konkreten Vorschlägen zum Geldverdienen.

The Power of Visualization’s „Aha!“ Moments

Amanda Cox ist eine der Großen im Datenjournalismus. Sie arbeitet für die New York Times und erzählt im Interview von ihrer Arbeit.

Der Datenmythos
Was sind Daten? Warum braucht man Kontext? Der Unterschied zu Phänomenen und was das mit Journalismus zu tun hat. Sehr, sehr interessant!

Daten haben nur in Zusammenhang mit ihrem experimentellen Kontext Sinn, ohne diesen Kontext können sie nicht verstanden werden. Phänomene dagegen sind das, was sich in verschiedenen Experimenten zeigt, was stabil und reproduzierbar ist.

Wie innovativ Journalismus sein muss

Stefan Plöchinger, Chef der Onlineausgabe der Süddeutschen Zeitung über ein Wort, von der nicht besonders viel hält: Innovation, und zwar im Journalismus. Sein Fazit:

Innovativer Journalismus muss schon noch Journalismus sein. Deshalb verpflichtet uns die gefühlte Dauerbedrohung unseres Berufs in den vergangenen Jahren gleich mehrfach. Innovativ ist, Trash sein zu lassen. Den digitalen Wettbewerb über publizistische Profilierung zu führen. Die Möglichkeiten des Multimediums auszunutzen. Themen cooler, interaktiver, spielerischer zu präsentieren. über Erwartungen unserer Nutzer zu debattieren und über die Möglichkeiten, sie für die Zukunft des Journalismus zu begeistern. Auch, sie finanziell zu beteiligen. Neue Formen des Leserdialogs einzuführen. Neue Ansätze für Recherche zu erforschen… — die Liste der Möglichkeiten ist lang.

Wenn Wissenschaft kein Wissen schafft

Ein Rant über die treibende Kraft in der Wissenschaft: Die Veröffentlichung. Und ein Rant für alle, die frustriert von der Uni sind, also zum Beispiel für mich: „Auswendiglernen, Kreutzchen setzen, auskotzen – Unialltag.“

“I like Hitler! He hates Isreali people.”

Caro ist zur Zeit in Jordanien und muss da beim Essen dann und wann erklären, warum die Deutschen den Hitler jetzt nicht so dolle finden.

What Is the Business of Literature?

Ein Gang durch die Geschichte der Literatur-Industrie, die nach Gutenberg auch mit dem Copyright Fahrt aufnahm:

Copyright, though nominally instituted to encourage the creation of a work, has as its only logical purpose the encouragement of the  reproduction of the work. What we see again and again in our society is that people do not need to be encouraged to create, only that businesses want methods by which they can minimize the risk of investing in the creation. (…) As with any law that loses the consent of the governed because it no longer reflects the logic of society, the law is not overturned, just ignored.

Hinter einer Buchveröffentlichung steckt ja nicht nur ein Autor, sondern Verlage.

What, then, is the biggest job to be done by publishers? There is marketing and discovery, yes, but even though editors are not miracle makers who make their best decisions in a vacuum, the editor is a source of great value in the economics of literature and will therefore remain as valuable, if not more so, than before, even if less privileged.

Nur wenige der tatsächlich veröffentlichten Bücher, haben auch wirklich großen wirtschaftlichen Erfolg.

Books, like most entertainment media, live in what Nassim Nicholas Taleb calls Extremistan, a place with vast amounts of commercial failure and spectacularly high and extremely infrequent success. The advent of self-publishing has rendered this ever more visible. The vast majority of the 28 million books currently in print made no money at all, and every few years one author will make more than $200 million: first Dan Brown and J. K. Rowling, now E. L. James.

Mehr zur „Extremistan“-Theorie von Taleb:

Nassim Nicholas Taleb on Extremistan von FORAtv

In Talebs neues Buch „Antifragilität“ hab ich gestern beim Hugendubel hineingeblättert und hier und da einen Absatz gelesen. Das scheint wirklich sehr interessant zu sein. Wenn dann werd ich mir das Buch für den Kindle holen, denn mit dem Buch könnte leicht ein handelsüblicher Hamster zerquetscht werden. Der Trailer zum Buch: