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Katharina Brunner

Bloggin' since 2007

Lesenswertes: Journalismus und Kapitalismus

The Unmanageables
Man nehme einen philantrophischen Milliardär, ein paar namhafte Investigativjournalisten und ein paar Wochen Zeit. Dass die Gründung einer journalistischen Publikation nicht immer ohne Probleme ablaufen muss, zeigt First Media mit The Intercept und Racket. Hauptproblem scheint laut Vanity Fair das Aufeinandertreffen zweier Kulturen zu sein: Projektmanager und Freigeister.

The Twin Insurgency

When Communism collapsed in 1989, what died was thus not just the collectivist economic system and authoritarian politics of the Soviet Union and its satellites. Cremated along with the corpse of Communism was the civic-minded conception of development as the central responsibility of the state and allied elites—a conception shared by communists and liberals alike during the Cold War.

Stattdessen profitieren zwei Gruppen, die, so Gilman, den Aufstand proben: Plutokraten und Kriminelle, die von oben und unten den Staat zwar nicht abschaffen, jedoch so weit es geht eindämmen wollen, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen. „Deviant Globalization“ nennt der Historiker an der UC Berkeley diese beiden Strömungen.

The ultimate losers in all of this, of course, are the middle classes—the people who “play by the rules” by going to school and getting traditional middle-class jobs whose chief virtue is stability. These sorts of people, who lack the ruthlessness to act as criminal insurgents or the resources to act as plutocratic insurgents, can only watch as institutions built over the course of the 20th century to ensure a high quality of life for a broad majority of citizens are progressively eroded. As the social bases of collective action crumble, individuals within the middle classes may increasingly face a choice: accept a progressive loss of social security and de facto social degradation, or join one of the two insurgencies.

Punkt.

Manchmal kann ich nur in allen Punkten zustimmen. Zum Beispiel dem Wirtschaftsjournalisten Mark Schieritz, der Grundsätzliches über das Wirtschaftssystem schreibt:

Nur um das klarzustellen: Ich bin der Meinung, dass der Kapitalismus das am wenigsten schlechte System ist. Aber er wird politisch nur überleben, wenn er Teilhabe erlaubt und ökonomisch, wenn er ausreichend Kaufkraft generiert. Und das bedeutet neben vielen anderen Dingen eben auch: Den Reichen nehmen und den Armen geben. Anders geht es nicht. Punkt.

Und dann zitiert er noch einen klugen Satz von John Mayard Keynes. Um den zu lesen, bitte: Tax and Spend.