Lesenswertes: Das Internet und die Ökonomie

Lesenswertes der letzten Tage.

Lesenswertes der letzten Tage. Mehr lesenswerte Links findest du in der gleichnamigen Kategorie Lesenswertes.

  • Faking Cultural Literacy – NYTimes.com – "It’s never been so easy to pretend to know so much without actually knowing anything. We pick topical, relevant bits from Facebook, Twitter or emailed news alerts, and then regurgitate them. Instead of watching “Mad Men” or the Super Bowl or the Oscars or a presidential debate, you can simply scroll through someone else’s live-tweeting of it, or read the recaps the next day. Our cultural canon is becoming determined by whatever gets the most clicks." Und außerdem: Draufklicken und das gif ansehen
  • Von wo das Netz herkommt by Marcus Schwarze – Zu Besuch in San Francisco bei Twitter, Google, Facebook etc. etc.
  • VWL-Studium: Netzwerk Plurale Ökonomik fordert neue Lehrpläne an Unis – SPIEGEL ONLINE – SPIEGEL ONLINE: Frau Kaiser, wäre das VWL-Studium so, wie Sie und Ihre Mitstreiter es sich vorstellen: Hätte man die Finanz-, Wirtschafts- und Währungskrisen der vergangenen Jahre verhindern können? ANZEIGE Kaiser: Die Monokultur an den Wirtschaftsfakultäten hat jedenfalls nicht geholfen, eher im Gegenteil. Das VWL-Studium wird dominiert von der neoklassischen Wirtschaftstheorie: effiziente Märkte, quantitative Methoden und der allzeit rational handelnde Homo oeconomicus. Spätestens die Krisen haben diese Modelle jedoch ad absurdum geführt; sie wurden weder rechtzeitig erkannt, noch konnten sie abgemildert oder gar erfolgreich bekämpft werden. Stattdessen haben wir jetzt weltweit multiple Probleme.
  • Universität Manchester : Die Generation Finanzkrise will Alternativen | ZEIT ONLINE – Großes Medienecho zur pluralen Ökonomik. Ein Beispiel dafür.
  • Everything Is Broken — The Message — Medium – Ein Text über IT-Sicherheit, der auch Laien wir mir die Problematik deutlich(er) macht: "Software is so bad because it’s so complex, and because it’s trying to talk to other programs on the same computer, or over connections to other computers. Even your computer is kind of more than one computer, boxes within boxes, and each one of those computers is full of little programs trying to coordinate their actions and talk to each other. Computers have gotten incredibly complex, while people have remained the same gray mud with pretensions of Godhood. Your average piece-of-shit Windows desktop is so complex that no one person on Earth really knows what all of it is doing, or how."

Hamburg expandiert in den Süden

SpiegelOnline-Texte beim neuen Schweizer Nachrichtenportal Watson.ch, der Postillion soll regelmäßig im Kulturteil des Sterns erscheinen: Innerhalb von 24 Stunden teilen zwei Hamburger Traditionsmagazine mit, mit Journalismus-Start-Ups aus Bayern und der Schweiz zusammenzuarbeiten.

SpiegelOnline-Texte beim neuen Schweizer Nachrichtenportal Watson.ch, der Postillion soll regelmäßig im Kulturteil des Sterns erscheinen: Innerhalb von 24 Stunden teilen zwei Hamburger Traditionsmagazine mit, mit Journalismus-Start-Ups aus Bayern und der Schweiz zusammenzuarbeiten.

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Netzökonomie: Pick and Choose

Würde die New York Times alles Abonenten ein iPad kaufen, käme das die Zeitung günstiger als der Druck und die Verteilung an die Leser – selbst, wenn die Leser jedes Jahr ein neues iPad bekommen. Mit dieser Annekdote startet der Ökonom Josuah Gans in seinen Vortrag mit der Überschrift „Will the Internet Kill the News Media?“

Gans hat zusammen mit zwei Kollegen ein Modell entwickelt, in dem er den Zusammenhang zwischen Lesern, Zeitungen (zweiseitige Plattformen) und Werbekunden aufzeigt. Was an dem Modell zentral ist, ist die Tatsache, dass in Betracht gezogen wird, dass ein Leser nicht nur bei einer Onlineausgabe liest, sondern je nach Gusto zwischen verschiedenen Angeboten wechselt: „Pick and Choose“ ist die Devise – und die Werbenden müssen auch auf mehreren Plattformen präsent sein.

Die These: Wenn es Leser gibt, die zwischen Angeboten wechseln, die sogenannten Switcher, dann sinken die Werbeeinnahmen. Und Blogs lassen die Preise wieder steigen (1:08 Stunde).

Um diese Erkenntnis ist das Modell gebaut worden, das Gans ab Minute 28 erklärt, davor kommt nur obige Annekdote und Statistiken dazu, dass Werbeeinnahmen zurückgegangen sind.

Das dazugehörige Paper: The Impact of the Internet on Advertising Markets for News Media 

Mehr zu zweiseitigen Plattformen gibt bei Neunetz: Zweiseitige Märkte: Die Grundlagen

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