Leseliste: Konservativ, feministisch, im Widerstand

Können jetzt nicht mal die Konservativen rebellieren?
Die Zeit fragt nach, wer denn eigentlich noch konservativ ist. Gerade in Zeiten, in denen sich auch die Rechten als (Neo-)Konservative bezeichnen, braucht es eine klare Grenzziehung. „Die Wirklichkeit des Konservativen ist (…) komplex. Das ist eigentlich das Gegenteil zum rechten Populismus.“

Emma Watson: the feminist and the fairytale

One way to understand Watson’s very 21st-century celebrity activism is to see her as a multi-hyphenate entrepreneur in the vein of Beyoncé and Gwyneth Paltrow. It’s just that instead of using her brand to promote her own range of perfumes and cookbooks, she is using it to promote gender equality.

Is the „Resistance“ the new Tea Party?
Ist der Widerstand gegen Trump die neue Tea Party? Diese Tea Party, die nicht nur gegen Barack Obama hetzte, sondern auch die republikanischer Partei terrorisierte.

Die Parallelen: Spontaner Massenprotest von Leuten, die vorher überwiegend nicht für die Demokraten aktiv waren – außer, um sie zu wählen vielleicht. Und eine Regierung an der Macht, damals Obama, jetzt Trump, die es für möglich hält bei bestimmten Themen mit der Gegenseite zusammen zu arbeiten. Bei Obama hatte es damals jedenfalls nicht funktioniert.

Filterbubble == Lebenswelt

Ich lebe ihn keiner Blase – Digital Present

Algorithmen sind pragmatisch: Sie arbeiten mit dem, was wir ihnen hinwerfen. Unsere Anfragen auf Google, unsere Klicks auf Links und die Likes bei Facebook.

Früher, in der Zeit vor den sozialen Medien, hießen Filterblasen nicht Filterblasen, sondern „Heimatdorf“, „Familie“, „Arbeitsplatz“, „Nationalstaat“ oder „Fußballverein“. Solche Umfelder waren es, die bestimmten, worüber man sich unterhielt, in welchen Kategorien man dachte, wem man zuhörte und wem gegenüber man Vorbehalte hatte. Denn es war ja nicht so, dass die Berliner Industriearbeiterschaft des 19. Jahrhunderts nach Feierabend Brieffreundschaften mit fernen Völkern oder dem politischen Gegner pflegte.

(…)

Hier nähern wir uns dem, wofür die Bubblediskussion oft als Ausrede dient: nämlich klassischen sozialen Konflikten – zwischen Stadt und Land, Jung und Alt und vor allem zwischen Arm und Reich. Mit der digital beschleunigten Konzentration von immer mehr Geld in immer weniger Händen steigt die Zahl der Abgehängten, Ungebildeten, Unverwertbaren, der Armen. Die machen ihrem ungerichteten Ärger Luft – und zwar, wie so oft in der Geschichte, gegen die noch Schwächeren: Migranten, Frauen, Homosexuelle.

Folglich wären das, was wir als Filterblasen bezeichnen nichts anderes als unsere Lebenswelten. Nur halt digital.

yes, yes, and hell yes

Thank God For Identity Politics – The Establishment

“Identity Politics” is now thrown about as an insult at many progressive activists. Critics say that Identity Politics make everything about gender, everything about sexuality, and everything about race. And to this I say: yes, yes, and hell yes.

(…)

Identity Politics are everything that its critics fear. Identity Politics are decentralizing whiteness, straightness, cis-ness, and maleness. Identity Politics brought you equal marriage, the voting rights act, and abortion access. Identity Politics has got people believing that black is beautiful, that disability is nothing to be ashamed of, that fat people deserve respect, that a woman can say no. Identity politics are forcing the world to consider what it has spent hundreds of years ignoring — everyone else.

Eine kleine Leseliste zur Kulturrevolution in China



Die Kulturrevolution in China wird 50: 1966 ging es los mit Chao und Gewalt. 1981 bezeichnete die chinesische Regierung die zehn Jahre als Disaster. Inzwischen folgte Maos Herrschaft offiziellen Verlautbarungen zufolge fast dem Pareto-Prinzip: 70 Prozent waren gut, 30 Prozent nicht ganz so sehr.

Ein paar Links:

Das Erbe von Maos Kulturrevolution zerfrisst China immer noch – SZ

Kai Strittmatter beschreibt die Gewalt der Kulturrevolution als das zentrale Element, um das heutige China zu verstehen. Denn wie die menschengeschaffene Hungersnot in den 50ern und die Aufstände vom Tian’anmen-Platz Ende der 80er lautet die Vorgabe der KP: Vergessen – und wenn das nicht geht zumindest verschweigen.

„Die Jugend horchte, jubelte, verfiel in Raserei. Die Kulturrevolution wurde auch von den Studenten in Europa bejubelt, auf den Straßen von Paris und Berlin. Keiner wollte sehen, was wirklich geschah: Mao gab China dem Irrsinn preis. Schülerinnen schlugen ihre Direktorinnen tot, Studenten ersäuften ihre Professoren, Ehemänner schickten ihre Frauen ins Arbeitslager und Söhne ihre Mütter aufs Schafott.“

(Um die lange Version des Textes zu lesen, braucht es ein SZ-Abo, zumindest die Probierversion.)

„Attraktive Grausamkeiten“ – Interview mit dem Historiker Gerd Koenen in der Taz

Koenen befasst sich mit der Geschichte des Kommunismus. Er sagt:

„Kulturrevolution wohl das ungewöhnlichste Ereignis in der Geschichte des Kommunismus im 20. Jahrhundert war. Denn es war fast das einzige Mal, dass Kommunisten an der Macht in einer sogar bewusst chaotisierenden Weise von der Spitze her an die Massen appellierten. Und zwar besonders an die Masse der Jugendlichen, gegen die älteren Kader der Partei zu rebellieren. Das hatte es vorher noch nicht gegeben. Ebenso wissen wir heute, dass die Kulturrevolution für Mao einer eigene Ratio der Macht folgte. Das Chaos schien eigene Strukturen zu haben.“

Mao sah sich als „großer Steuermann“, der große Meister hinter dem Chaos, aus dem eine neue Ordnung entstehen sollte.

Maos Werkzeugkasten – Zeit

Ein paar Jahrzehnte nach den anarchischen Zuständen ist langsam genug Wasser den Yangtse hinuntergeflossen, um sich langsam wieder der Methoden der Kulturrevolution zu bedienen: „Führungskult, Repression, Zentralismus: Chinas Parteiführung bedient sich gerade eines Instrumentenkastens aus den sechziger Jahren“, schreibt Steffen Richter in der Zeit.

China’s ‚lost generation‘ recall hardships of Cultural Revolution – CNN

Ein Schicksal von vielen: Hu Rongfen musste aus Shanghai nach Anhui.

„I still can’t bear to recall my youth spent on the farm,“ she says.

“If there had been no Cultural Revolution, then I would not be who I am today. People who haven’t been through it can’t appreciate how easy everything else is. It wasn’t the manual labor. That’s a different kind of hardship. This was the worst kind of bitterness. You are constantly told: ‘You are against the revolution, so therefore you have no right to speak.' … That burden, that burden on your spirit, is very heavy.” 50 years ago this week, when Mao Zedong reasserted his control of the Communist Party, he set in motion a decade of chaos and torment in China. @nytimes asked readers to share stories about how they were affected by the Cultural Revolution. Chen Qigang, a 64-year-old composer in France who @adamjdean photographed in Beijing last month, was in middle school in Beijing when the movement began. Visit the link in our profile to hear more voices from China’s #CulturalRevolution.

Ein von The New York Times (@nytimes) gepostetes Foto am

Wikipedia zur Kulturrevolution

Trump also

America Has Never Been So Ripe for Tyranny

Eine spannende Analyse im New York Magazine, die die Brücke schlägt zwischen Plato und Trump. Denn eine von Platos Thesen lautet: Nach einer funktionierenden Demokratie kann Tyrannei folgen.

Ein paar Quotes:

„For, like all tyrants, he is utterly lacking in self-control. Sleeping a handful of hours a night, impulsively tweeting in the early hours, improvising madly on subjects he knows nothing about, Trump rants and raves as he surfs an entirely reactive media landscape. Once again, Plato had his temperament down: A tyrant is a man “not having control of himself [who] attempts to rule others”; a man flooded with fear and love and passion, while having little or no ability to restrain or moderate them; a “real slave to the greatest fawning,” a man who “throughout his entire life … is full of fear, overflowing with convulsions and pains.” Sound familiar? Trump is as mercurial and as unpredictable and as emotional as the daily Twitter stream. And we are contemplating giving him access to the nuclear codes.“

„In retrospect, it is clear he was training — both himself and his viewers. If you want to understand why a figure so widely disliked nonetheless powers toward the election as if he were approaching a reality-TV-show finale, look no further. His television tactics, as applied to presidential debates, wiped out rivals used to a different game. And all our reality-TV training has conditioned us to hope he’ll win — or at least stay in the game till the final round. In such a shame-free media environment, the assholes often win. In the end, you support them because they’re assholes.“

„To call this fascism doesn’t do justice to fascism. Fascism had, in some measure, an ideology and occasional coherence that Trump utterly lacks. But his movement is clearly fascistic in its demonization of foreigners, its hyping of a threat by a domestic minority (Muslims and Mexicans are the new Jews), its focus on a single supreme leader of what can only be called a cult, and its deep belief in violence and coercion in a democracy that has heretofore relied on debate and persuasion. This is the Weimar aspect of our current moment.“

Der Hass, der aus der Mitte kam

Neuer deutscher Hass

Leise, aber deutlich ist der Weimarer Ton wieder zu vernehmen. Patzig, primitiv, weinerlich und das Gespräch durch putative Härte, die gleichwohl Schwäche signalisiert, unterbindend. Ein wenig beunruhigend ist das, weil es nicht mehr nur an extremen rechten und linken Rändern artikuliert wird, nicht mehr nur von den notorischen Schmuddelkindern kommt. Beunruhigend auch, dass der neue Hass dabei ist, in die Salons einzutreten. Mit Merkel- und allgemeinem Politik-Bashing kann man heute auf Partys und bei Abendgesellschaften reüssieren.

(…)

Ein Denken, das gerne dunkle, volksfeindliche Kräfte am Werk sieht, das sich – in seltsamer Umkehr der eigenen früheren Taten – vor der Auslöschung durch Überfremdung fürchtet. Ein Denken und Fühlen, das vom Kitzel der namenlosen Gefahr getragen ist und deswegen in Erregung gerät. Das aber zu der großen neuen Weltunordnung, die nicht in der Ferne hinter den Bergen, sondern auch hier und unter unseren Augen stattfindet, nur dies beizutragen hat: ein trotziges nationales Nein. Eine erstaunliche Reduktion von Komplexität. Aber offenbar anziehend.

Bücher im November und Dezember 2015

Überlegungen eines Wechselwählers – Sebastian Haffner

Flohmarkt-Fund als ich aus Prinzip irgendwas kaufen wollte. „Was ham’s denn gefunden?“ – „Weiß nicht genau. Irgendwas Politisches aus den 80ern.“ Haffner ging bis dahin vollkommen an mir vorbei. Nur dunkel schwelte es in einer Hirnecke vor all den Konsalik-Büchern, dass mir der Name gelegentlich begegnet sein musste.

Im Wechselwähler-Buch argumentiert Haffner, warum Deutschlands Demokratie sich nach dem Zweiten Weltkrieg stabilisierte (Stand: 1980 unter Kanzler Schmidt). Das Rezept: ein faktischer Zwei-Parteien-Staat (SPD und FDP vs. CDU und CSU). Die Mehrheiten sind nie zu stark, jede Regierung könnte abgewählt werden. Der wichtigste Unterschied zur Weimarer Republik: Die Parteien wollen regieren und nicht nur opponieren.

Gegen Ende nimmt er sich der damals funkelniegelnagelneuen Partei der Grünen an. Viele Seiten hinweg schimpft er sehr erzürnt über die Umwelt- und Friedenspartei. Niemals würden sie sich etablieren können (und ihm so eine These zerstören). Well…

Der Untergang – Joachim Fest

Im Vergleich zur Fests Hitler-Biografie sind die etwa 200 Seiten Untergang schon eher mein Kaliber. Chaos, Willkür, Realitätsferne aus dem Bunker unter der ehemaligen Reichskanzlei. Ein bisschen Hitler geht ja immer.

Die Geschichte eines Deutschen – Sebastian Haffner

Gleich der zweite Haffner hinterher: Seine Kindheits- und Jugenderinnerungen an den Ersten Weltkrieg, die Revolution von 1918, Inflation, Weimarer Republik und die Machtergreifung Hitlers. Machtergreifung lehnt Haffner als Begriff ab. Zu leicht hätten es ihm alle anderen Parteien gemacht, die – siehe Wechselwähler-Buch – seit dem Kaiserreich nichts anderes kannten als die Opposition. Und im Zweifel lieber andere regieren lassen. Und wenn’s der Hitler ist.

Zweimal Haffner, einmal Fest innerhalb kürzester Zeit. Die mussten sich doch kennen. Und ja, im Spiegel schrieb Fest 2003 einen langen Text über Haffner: „Der fremde Freund“

Extremely Loud and Incredibly Close – Jonathan Safran Foer

Die Geschichte eines depressiven Jungen, der seinen Vater am 11. September verloren hat, und seiner Großeltern, die ein halbes Jahrhundert zuvor in Dresden kennengelernt hatten und nie über das, was sie im Zweiten Weltkrieg erlebten, hinweg gekommen sind. Extrem schön und unglaublich traurig.

Tschick – Wolfgang Herrndorf

Lange vorgenommen, endlich gelesen. Schön. Hoffentlich ist das Schullektüre.

Ausnahmezustand. Reisen in eine beunruhigte Welt – Navid Kermani

Kermani, Deutschlands Chef-Erklärer des Islams, erzählt von seinen Reisen aus Indien, Pakistan, Afghanistan, Irak, Syrien und wo es sonst noch brennt. Über was ich gelernt viel habe: Sufismus.

Überraschenste Szene: Afghanistan, auf einem Kabuler Friedhof spricht Kermani mit einem alten Mann names Agha.

Ach ja, der 11. September 2001, komme ich auf den Tag genau zehn Jahre später meiner Pflicht als westlicher Berichterstatter nach: wie er dazu stehe? Nur Agha weiß nicht, was ich meine. Die Anschläge in Amerika, die Flugzeuge, die in die Hochhäuser flogen? Nur Agha schüttelt den Kopf. Damals habe es ja kein Fernsehen gegeben, bittet er um Verständnis für die Wissenslücke, und das Radio habe auch niemand einschalten dürfen.

Der große Schlaf – Raymond Chandler

Ein Krimi-Klassiker, dessen Protagonisten mir zumindest namentlich bekannt war: Philipp Marlowe. So ungefähr, wie ich weiß, dass es in Star Wars um Jedi-Ritter geht.

Also, der Privatdetektiv Marlowe ist ein echter Haudegen, Raucher, Trinker und mit den Frauen kann er’s natürlich auch. Nicht unspannend, aber ein bisschen viel Testosteron für so ein dünnes Büchlein.

Lesenswertes: Medium, Holocaust und künstliche Intelligenz

Medium, Centralized Publishing and the Future of the Blog

Medium ist das neue Medium (hust). Zumindest ist es die Blogging-Plattform, die im Moment en vogue ist: Einfache Bedienung, großartiges Design und viele namhafte Autoren, die dort publizieren. Doch es ist nicht alles rosig. Martin Weigert beschreibt die Nachteile, die sich aus einer zentralen Plattform ergeben, sei sie auch noch so verführerisch, und plädiert für dezentrale Blogs. Hooray!

„While Medium thrives, the yearly “is blogging dead?” meme goes into another round. And while even this time the answer has to be a clear “no”, which anyone who actually reads blogs will realize, there is a risk that blogging in the sense of a democratic, decentralized publishing system, might die out for real. Not because of a lack of interest in the creation of digital content, but because everybody will have moved to a few centralized platforms. Even this has been a discussion almost as old as blogging itself. But with Medium, this free, high-quality, elegant, usable publishing platform that comes with an effective built-in distribution mechanism, there is now a centralized publishing system with an allure never seen before.“

20 Pictures That Change The Holocaust Narrative

holocaust narrative

„Seriously, how is this image not beyond famous by now? Depicting a woman at the shortly after her liberation, so skinny you can hardly see her, her face is aglow and alive. As if she was never imprisoned.“

via Raphael Raue

The AI Revolution: The Road to Superintelligence

Ich übernehme mal David Bauers Empfehlung:

„Ein atemberaubend guter Text und eigentlich Pflichtlektüre für alle, die planen, noch zwei, drei Dekaden auf diesem Planeten zu verbringen.

Man liest ja viel von künstlicher Intelligenz und denkt dann an den reichlich beschränkten Siri oder hört von Fantasten, die von Singularität und Unsterblichkeit reden. Dieser Text ist der erste, der mir verständlich gemacht hat, wie der Weg vom einen zum anderen verläuft.“

Ein Zitat aus dem Text, der aber nur ein ganz kleiner Ausschnitt der Aspekte ist, die besprochen werden:

„Build a computer that can multiply two ten-digit numbers in a split second—incredibly easy. Build one that can look at a dog and answer whether it’s a dog or a cat—spectacularly difficult. Make AI that can beat any human in chess? Done. Make one that can read a paragraph from a six-year-old’s picture book and not just recognize the words but understand the meaning of them? Google is currently spending billions of dollars trying to do it. Hard things—like calculus, financial market strategy, and language translation—are mind-numbingly easy for a computer, while easy things—like vision, motion, movement, and perception—are insanely hard for it. Or, as computer scientist Donald Knuth puts it, “AI has by now succeeded in doing essentially everything that requires ‘thinking’ but has failed to do most of what people and animals do ‘without thinking.’”

Automechaniker sind nicht automatisch gute Verkehrsplaner

Technische Begriffe wie “Daten” und “Algorithmen” verschleiern dabei nur allzu oft, dass die drängenden Fragen sich um Zugang, Teilhabe, Machtverteilung und Diskriminierung drehen. Sie implizieren die Angemessenheit des technischen Zugangs, schieben die Deutungshoheit auf die Technologen, die sich dann nur all zu oft in einem undurchdringlichen Wirrwarr aus Fachbegriffen verlieren.

aus: Automechanik und Verkehrsplanung

Lesenswertes: Daten, Politik und Drogen

Lesenswertes an diesem Tag.

  • Lexington: When facts are weapons | The Economist – Daten nehmen auch in der politschen Debatte immer mehr Raum ein. Warum die Streitereien trotzdem verhärtet bleiben, v.a. in den USA, der Perspektive des Textes im Economist? Ganz klar: Auch Daten sind nicht neutral, je nach Methode der Erhebung kann das Ergebnis beeinflusst werden: "Alas, there is a gap between the high-minded empiricism all around, and the nasty tone of political debate. Poisonous distrust is part of the puzzle: each faction distrusts the other’s methodologies. (…) Tribal instincts nearly always trump the careful weighing of facts, especially when partisans stress that experts disagree among themselves."
  • Exclusive: Meet the Fed’s First Line of Defense Against Cyber Attacks – "The Fed is perhaps the best of the federal agencies in developing their cyber skills, outside the FBI and the National Security Agency," said Alan Paller, the director of research at the SANS Institute, which teaches cyber security courses for government employees.
  • Ralf Dahrendorf on The Politics of Frustration – Project Syndicate – "Extreme poverty breeds apathy, not rebellion. (…) What we call “terrorism” has many causes, and one must beware of facile explanations. However, the politics of frustration, of ambitions raised and then thwarted, is clearly one such cause."
  • Patrick Radden Keefe: Catching the World’s Most Notorious Drug Lord : The New Yorker – Der Aufstieg, die jahrelange Flucht und schließlich die Festnahme des mächtigsten Drogenboss' in Mexiko beschreibt der relativ lange Text im New Yorker. Einmal wurde Guzmán, genannt Chapo, fast geschnappt, weil sein BlackBerry geortet wurde. Daraufhin entwickelte er ein System, bei dem jede Nachricht an ihn, über ein zweistufiges System von Mittelsmännern ging, die über ständig wechselnde öffentliche WLAN-Zugänge Kontakt mit Guzmán aufbauten. Die D.E.A., die US-Strafvollzugsbehörde nur für Drogen, beschreibt den Analphabeten Guzmán: "He’s an illiterate son of a bitch, but he’s a street-smart motherfucker."
  • Thomas Piketty and Our New Economic Worldview — NYMag – Ökonomisches Denken, das auf Daten basiert, greift auch im politischen und medialen Diskurs immer weiter um sich. Neuestes Anzeichen: Der Erfolg von Thomas Pikettys Buch "Capital in the 21st century".