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Katharina Brunner

Bloggin' since 2007

Lesenswertes: Freie Bildung und kostenloses Kopieren

Das Wunder von Mauritius – Freie Bildung für alle, eine kostenlose Gesundheitsversorgung und dann wächst das BIP auch noch seit 30 Jahren um mehr als fünf Prozent jährlich – Saxendi, wo gibt’s denn so was? Der Nobelpreisträger für Ökonomie Joseph Stiglitz zeigt: Mitten im Pazifik. „Die Mauritier haben einen Weg gewählt, der zu einem höheren Grad gesellschaftlichen Zusammenhalts, Wohlstands und Wirtschaftswachstums führt – und zu einem geringeren Grad an Ungleichheit.“ Ohne Öl, Diamanten oder andere Ressourcen, blieb dem Land nur eines über: Der Aufbau von Humkapital.

Zwei Wochen deutsches Psychodrama – Wer immer noch nicht genug hat von Doktorarbeiten, Freiherren und allem, was da so dazugehört, dem sei der Text von Nils Minkmar empfohlen. Er bezeichnet die ganze Chose als „zeitlich begrenzte Episode klinischen Wahnsinns“.

Das intellektuelle Eigentum in Zeiten des Internets* – Und gleich nochmal die FAZ, und gleich nochmal indirekt Guttenberg. Im Blog Deus Ex Machina geht es darum, wie sich die wissenschaftliche Arbeit in den letzten Jahren geändert hat. Das Kopieren lässt sich mit wenigen Tastenkombinationen ausführen und ich zweifle an der Existenz von Leuten, die bei Referaten in den letzten Jahren nicht bei Wikipedia abgekupfert haben. Das ist die eine Seite, doch das zeigt, dass geistiges EIgentum nicht wertgeschätzt wird, was eigentlich ja doch ziemlich dumm ist:

„Vielleicht ist es also tatsächlich nicht die Gelegenheit, sondern der mangelnde Respekt vor gedanklicher Arbeit. Geradezu grotesk mutet es an, daß ausgerechnet unsere Gesellschaft, die ihren Wohlstand mehr als jede Generation vor uns aus geistiger – statt aus manueller – Arbeit bezieht, den laxen Umgang damit zum Prinzip erhebt. Es will mir nicht in den Kopf, wie wir den dreisten Diebstahl industrieller Ideen durch die Chinesen verdammen, die Bildungsrepublik für alle gesellschaftlichen Schichten ausrufen können; aber dann geistiges Eigentum in jener Disziplin, die quasi das Mutterschiff geistigen Eigentums ist, mit Füßen treten.“

Defying Gravity

In late 2008 the US credit market froze. How affected the „gravity problem“ the working of the economy and markets in the US during the financial crisis? What prevented market equlibrium from being realized?

What gravity is for scientists, equilibrium is for economists: a central and undeniable force. But what happens if this force doesn’t exist? The physicist Dr. Verlinde questions existence of gravity in science. Regarding economy the question about gravity is in the end a question about an existing market-equilibrium in the economy, the point where supply equals demand in a competitive market. In reality this point cannot be reached easily, due to the fact that the models are made under many assumptions and simplify reality. A lack of economic “gravity” means therefore uncertainties, market failures like asymmetric information and moral hazard or failed assumptions in economic models that keep supply from equaling demand.

The financial crisis and the Great Recession showed that economic theories might not entirely be true: Explanation why nearly nobody — neither economists nor regulators or investors — saw the risks in the always rising housing prices and the always getting more complicated financial instruments will keep economists and students occupied for the following years and decades. How could the crisis occur? Were there hints of a lack of gravity? In the following I want to show what influenced the markets during the financial crisis — uncertainties, market failures and failed assumptions — to loose its “gravity” during the four phases of the crisis: The bubble, the collapse, the recession and the recovery.

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Filme, die die Finanzkrise erklären

Seitdem ich Volkswirtschaft studiere ist die Finanzkrise das dominierende Thema: Der Zusammenbruch von Lehmann Brothers war einen Monat vor meiner ersten Vorlesung. Die erste Hälfte meines Auslandssemesters hab ich mich nur der größten Wirtschaftskrise seit der “Great Depression” in den 1930er Jahren beschäftigt. Wie die Krise entstand ist nicht so leicht zu erklären und umso wichtiger ist es, dass es gemacht wird. Das folgende Video zur Kreditkrise habe ich bereits aus meinem Auslandssemester-Blog veröffentlicht, aber das macht nichts, denn es schadet nicht es zweimal zu sehen (oder drei oder vier Mal), denn die zehn Minuten sind gut investiert.

Ein anderer Film, “Inside Job” analysiert die Finanzkrise im Kinoformat und -länge. Heute habe ich den Film mit meiner Klasse gesehen und eine der zentralen Thesen ist, dass die personellen Verknüpfungen zwischen Investmentbanken, der Politik und auch Universitätsprofessoren erst zur Immobilienblase geführt haben.

Das macht den Titel der Dokumentation klarer: Wikipedia beschreibt Inside Job als einen Begriff, der “colloquially refers to a crime, usually larceny, robbery or embezzlement, committed by a person with a position of trust who is authorized to access a location or procedure with little or no supervision.”

Der Trailer zu “Inside Job”: