Die Junge Union und der Söllner Hans

Die Coverband JIVE, die im östlichen Niederbayern wohl schon so auf jedem nur möglichen Fest gespielt hat, hat ein neues Hobby: Sofa TV, dem „autonomen Internetfernsehsender einiger Mitglieder.“

Letzens spielten bei den Festlichkeiten zum 60-jährigen Gründungsjubiläum in Schrobenhausen, befragten Teilnehmer und filmten drauflos. Und was kann ich da sehen? Mitglieder der Jungen Union, fesch frisiert und im feinen Sonntagsanzug, tanzen, grölen und feiern zu Hans Söllners „Mei Vodda hod an Marihuanabaam“. Verkehrte Welt.

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Bundestagabgeordnete im Einsatz

Habe gerade www.abgeordnetenwatch.de entdeckt und wollte natürlich sogleich wissen, welche Fragen an meine Bundestagsabgeordneten gestellt wurden. Ich gebe also meine Postleitzahl ein, sehe meine Abgeordneten Bruni Irber (SPD) und Barthl Kalb (CSU). Nur Irber musste bisher eine Frage beantworten. Neugierig, was meine Mitbürger wohl wissen wollen, klicke ich diese an.

Und was lese ich da? Was interessiert die Menschen im Wahlbezirk Deggendorf? „Bundestagabgeordnete im Einsatz“ weiterlesen

Abi – was dann?

30 000 bayerische Abiturienten und ich werden nach den Prüfungen vor einer der wichtigsten Entscheidungen unseres Lebens stehen. Studieren oder Ausbildung? Freiwilliges Soziales Jahr oder einfach nur mal rumhängen?

Wenn ich mich in meinem Freundeskreis umhöre, stelle ich mit Erschrecken fest, dass die Wenigsten eine genaue Vorstellung von der Zeit nach der Schule haben. Doch was machen dann die, die keine Ahnung von ihrer Zukunft haben? Sie werden Lehrer oder studieren BWL. Oder machen das was der werte Papa, respektive die Mama macht.

Und was macht die Schule? Nicht viel. Natürlich, es gehört nicht zu ihren Aufgaben für jeden Schüler das Traumstudium zu finden. Doch es sollten grundlegende Informationen gegeben werden: Wo kann man sich informieren? Gibt es Bewerbungsfristen?

Meine Schule rühmt sich damit, seit einigen Jahren ihre Schüler besonders gut auf die „Zeit danach“ vorzubereiten. Es gibt RAP (Rhetorik – Assessment – Präsentation), ein Wahlkurs in dem Bewerbungsgespräche geübt und konkrete Tipps für Referate und Präsentationen gegeben werden. In der Kollegstufe gibt es Vorträge und Ausflüge.

Doch kaum einer, mich eingeschlossen, nimmt das wirklich ernst. Zwei Stunden Vortrag – schön, kein Unterricht.

2. Abiprüfung: Geschichte

Gott sei Dank, jetzt ist auch die zweite Abiprüfung vorbei. Jetzt hab ich nur noch Englisch und Mathe als Colloqium vor mir. Das ist ja beides nicht mehr so viel zu lernen.

Die Aufgaben waren total in Ordnung. Keine Kleinigkeiten, an denen sich festgehalten wurde, mit NS-Regime und Weimarer Republik auch nette Themen.

Wenn es keine tolle Note wird, kann es nur an mir liegen. Den Damen und Herren im Ministerium ist kein Vorwurf zu machen.

Pfingst Open Air in Hauzenberg

Auf das Pfingst-Open-Air geht’s dieses Jahr zwischen meinen Abiturprüfungen. Feiern, trinken und sämtliche Kohlenwasserstoffe so schnell wie möglich vergessen.

Das Programm ist super:

TOCOTRONIC, PANTEON ROCOCO, DONOTS, MUFF POTTER, SUGARPLUM FAIRY, KNORKATOR, JAHCOUSTIX, NORTHERN LITE, DENDEMANN, THE STAGGERS, JONAS GOLDBAUM

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„Durch die Wildnis – Allein nach Alaska“ von Jon Krakauer

Chris McCandless ist 22, hochintelligent und Student. Er will ausbrechen aus der Stadt, dem Leben und der Gesellschaft. Zwei Jahre später,1992, wird in Alaska in einem alten Bus seine Leiche gefunden.

Jon Krakauer, Journalist und Bergsteiger, rekonstruiert mit Hilfe seiner Tagebücher und Briefen seine Reise von den Westen der USA bis in die Kälte Alaskas. Zwei Jahre reiste er als Tramp durch die USA, er freundete sich mit vielen Menschen an und blieb auch nach seiner Weiterreise mit ihnen durch Postkarten und Briefe in Kontakt. Beeinflusst wurde Chris von Leo Tolstoi, Henry David Thoreau und Jack London.

Krakauer beschreibt seine Reisen und seine Motivation. Schließlich kann er sogar die Todesursache herausfinden.

Mein Verhältnis zu McCandless war zwiespältig: Einerseits verachtete ich ihn dafür, dass er so verantwortungslos war, ohne Ausrüstung, ohne Erfahrung alleine in die Wildnis zu gehen. Er hatte einen Sack Reis, ein Gewehr, einen Schlafsack und Bücher bei sich, den Rest sollte ihm die Natur liefern. Andererseits geht eine gewaltige Faszination von ihm aus. Er hört auf seine Gefühle, lebt seinen Traum. Er steigt aus, sei es auch um den Preis des Todes. Denn es war ihm vollkommen klar, dass sein Vorhaben tödlich ausgehen konnte.